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1 (1853) Der letzte Mohikan : eine Erzählung aus dem Jahre 1757
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geduldig und wandte sein Auge ängstlich nach Chingachgvok. DerHäuptling, von welchem nichts als sein ruhiges Antlitz sichtbarwar, saß ans einem Felsen und betrachtete das Schauspiel so be-dächtlich, als ob er hier nur um des Zuschauens willen seineStellung genommen hätte.

Es ist Zeit für den Delaware», loszuschlagen," sagteDuncau.

Nicht doch, nicht doch!" cntgegnete der Kundschafter;wenner seine Freunde wittert, wird er sie schon wissen lassen, daß erda ist. Seht! seht! die Schelme schließen sich dort in jene Fich-ten zusammen, wie Bienen nach dem Schwärmen. Bei Gott,eine Squaw könnte eine Kugel in die Mitte eines solchen Knäuelsvon dunkeln Häuten jagen!"

Zu diesem Augenblick erscholl ein Kriegsgeschrei, und einDutzend Huronen fielen auf Chiugachgooks und seiner LeuteFeuer. Das Geschrei, das nun folgte, ward von einem einzel-nen Kriegsruf aus dem Walde beantwortet, und ein Geheul er-füllte die Luft, als ob tausend Kehlen sich dazu vereinigt hätten.Die Huronen stutzten, verließen das Centrnm ihrer Linie undUncas brach an der Spitze von hundert Kriegern aus dem Waldein die entstandene Ocffnung hervor.

Mit den Händen rechts und links winkend zeigte der jungeHäuptling seinen Gefährten den Feind, und sie trennten sich so-fort in der Verfolgung. Der Kampf war jetzt getheilt, beideFlügel der durchbrochenen Huronen-Reihcn suchten wieder Schutzin den Wäldern, hart gedrängt von den siegreichen Kriegern derLenapen. Kaum war eine Minute vergangen, als sich das Ge-töse schon nach verschiedenen Richtungen hin entfernte, und unterdem Wiederhall der Waldgcwölbe allmälig seine Deutlichkeitverlor. Eine kleine Schaar Huronen hatte jedoch verschmähtirgend einen Schutz zu suchen, und zog sich gleich bedrängtenLöwen langsam und düster die Anhöhe hinan, welche Chingach-