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1 (1853) Der letzte Mohikan : eine Erzählung aus dem Jahre 1757
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Uncas, der Sohn Chingachgooks!" antwortete der Gefangenebescheiden/ sich von der Menge wendend nnd sein Hanpt ehrer-bietig vor dem Rang nnd den Jahren des Andern beugend;einSohn des großen Unamis!"")

Tamennnds Stunde ist nahe!« rief der Weise;der Tag hatsich endlich zur Nacht gewendet! Ich danke dem Manitto, daßEiner hier ist, meinen Platz an dem Versammlnngsfener einznneh-mcn. Uneas, das Kind des Uncas ist gefunden! Laßt die Augendes sterbenden Adlers in die ausgehende Sonne blicken!"

Der Jüngling trat leichte», aber stolzen Schrittes ans die Er-höhung hinan, wo er der ganzen bewegte» und verwundertenMenge sichtbar ward. Tamennnd hielt ihn lange an seinem Armegefaßt vor sich, und nahm jeden Zug des schönen Antlitzes in sichans, mit unverwandtem Auge ans Uncas schauend, wie Einer, dersich glückliche Tage wieder zurückrnft.

Ist Tamennnd ein Knabe?" rief der verwirrte Prophet end-lich ans.Habe ich von so manchem Winter geträumt ge-träumt, daß mein Volk gleich dem flnthenden Sande zerstreut wor-den ist von den Jengeese, zahlreicher als die Blätter ans denBäumen! Tamennnds Pfeil würde das Hirschkalb nicht mehrschrecken, sein Arm ist welk, wie der Ast einer abgestorbenen Eiche;die Schnecke würde schneller im Wettlanf sein; nnd doch steht Un-cas vor ihm, wie damals, als sie zum Kampfe mit den Blaßgesich-tern zogen! Uncas, der Panther seines Stammes, der älteste Sohnder Lenapen, der weiseste Sagamore der Mohikaner! Sagt mir,ihr Delawaren, hat Tamennnd hundert Winter lang geschlafen?"

Die ruhige, tiefe Stille, die diesen Worten folgte, verkündetezur Genüge, mit welch' ehrerbietiger Scheu die Mittheilnng desPatriarchen von seinem Volke ausgenommen worden war. Niemandwagte zu antworten, nnd Alle starrten in athemloser Erwartung,was folgen werde. Uncas aber, der ihm mit der Zärtlichkeit nnd

*) Schildkröte.