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1 (1853) Der letzte Mohikan : eine Erzählung aus dem Jahre 1757
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Kraft und Math in sich fühlte, das seinem Geschlecht widerfahreneUnrecht wieder gut zn machen.

Wenn der große Geist seinen rothen Kindern verschiedeneSprachen gab," fnhr er in gedämpftem, leisem, fast melancholi-schem Tone fort:so war es, damit alle Thiere sie verstehen möch-ten. Die Einen wies er ans die Schneegefilde zn ihrem Vetter,dem Bären: Andere nach dem Untergang der Sonne, ans demWege nach den glücklichen Jagdgründen; Einige in die Ländernm die großen frischen Wasser. Seinen Größesten »nd Geliebte-sten aber gab er die sandigen Küstenflächen des Salzsce's. Ken-nen meine Brüder den Namen dieses begünstigten Volkes?"

Es waren die Lenapes!" riefen zwanzig Stimmen hastig »ndin einem Athem.

Es waren die Lenni-Lcnapes!" erwiederte Magna, das Hauptwie aus Ehrfurcht vor ihrer ehemaligen Größe beugend.Eswaren die Stämme der Lenape»! Die Sonne ging ihnen ans ansdem Wasser, das salzig, und ging unter in dem Wasser, das süßwar: nie verbarg sie sich ihren Angen. Doch warum sollte ich,ein Hnrone ans den Wäldern, einem weisen Volke seine eigenenUeberliefernngen erzählen? Warum es erinnern an die erlitteneUnbill, an seine alte Größe, seine Thaten, seinen Nnhm, sein Glück,seine Verluste, seine Niederlagen, sein Elend? Ist keiner unterihnen, der das Alles mit angesehen hat, der weiß, daß ich Wahr-heit rede? Ich bin zn Ende. Meine Zunge ist stumm, denn meinHerz ist von Blei. Ich höre."

Als der Sprecher plötzlich verstummte, wandte sich jedes Gesichtund aller Augen, wie durch gemeinsamen Antrieb, ans den ehrwürdi-gen Tamennnd. Von dem Augenblick an, da er seinen Sitz eingenom-men, bis jetzt, hatten die Lippen des Patriarchen sich nicht geöffnet,und kaum war ihm ein Zeichen des Lebens entschlüpft. Er saß, vonSchwäche niedergedrückt, und schien während der ganzen Eröffnungs-scenc, in der die Geschicklichkeit des Kundschafters sich so glänzend