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gemacht. Alle nahmen sie mit einem Ausdrucke der Verwunderungund dem gewöhnlichen leisen, tiefen Kehllaute ans. Die Neuig-keit lief von Mund zu Mund, bid das ganze Lager in mächtigerAufregung war. Die Frauen stellten ihre Arbeiten ein, um diewenigen Sylbc», welche den berathendcn Kriegern unwillkürlichentfielen, anfznhaschen. Die Knaben verließen ihre Spiele, gin-gen furchtlos unter ihren Vätern umher und schauten mit neu-gieriger Verwunderung auf, wenn sie kurze Ausrufe des Erstau-nens über die Tollkühnheit des verhaßten Feindes vernahmen, diesich ohne Scheu hören ließen. Mit einem Worte, jede Beschäf-tigung wurde verlassen, Alles bei Seite gesetzt, damit der ganzeStamm nach feiner eigenthümlichen Weife sich den neuen Ein-drücken ungestört hinzngeben vermöchte.
Als die Aufregung sich ein wenig gelegt hatte, waren dieAlten darauf bedacht, ernstlich zu erwägen, was unter so miß-lichen und verwickelte» Verhältnissen die Ehre und Sicherheit desStammes verlange. Während aller dieser Vorgänge und mittenin der allgemeinen Bewegung hatte Magna nicht nur seinen Sitz,sondern auch seine ursprüngliche Stellung behauptet: er lehntesich an eine Wand der Hütte, so regungslos und scheinbar gleich-gültig, als ob ihn das Ergebnis; der Berathung gar nicht berühre.Gleichwohl entging seinem wachsamen Auge kein Merkmal fürdie künftigen Absichten seiner Wirthe. Vollkommen vertrant mitdem Charakter des Volkes, mit welchem er zn thnn hatte, er-kannte er jede Maßregel, die sie beriethen, voraus; ja man konntebeinahe sagen, er durchschaute in manchen Fällen ihre Absicht,ehe sie ihnen selbst deutlich war.
Die Berathung der Delaware» war kurz. Als sie geendethatten, verkündete eine allgemeine Bewegung, daß ihr unmittelbareine feierliche und förmliche Versammlung des ganzen Stammesfolgen würde. Da eine solche höchst selten und nur in Fällen vonder äußersten Wichtigkeit zusammen berufen wurde, so erkannte