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„Nun Freund," sprach Hamk-eye, an David sich wendend, „einKleidertausch wird Euch sehr lieb sein, sintemal Ihr Euch an dieseNothbehelfe der Wildniß doch nicht recht gewöhnen könnet. Danehmt mein Jagdhemd und meine Muhe, und gebt mir Eure Deckeund Euren Hut dafür. Auch Euer Buch, Eure Brille und EuerTutinstrument müßt Ihr mir anvertraucn, und treffen wir unsje in besseren Zeiten wieder, so sollt Ihr Alles zurückerhaltenund meinen besten Dank obendrein."
David überließ ihm diese verschiedenen Dinge mit einer Be-reitwilligkeit, die seinem Edelmuts) große Ehre gemacht habenwürde, hätte er nicht in mancher Hinsicht bei dem Tausche ge-wonnen. Hawk-eye bedurfte nur kurzer Zeit, die erborgten Klei-der anzulegen, und als seine rastlosen Augen hinter den Gläsernverborgen waren, der dreieckige Castvrhut sein Haupt überragte,so konnte er, da Beide in ihrer Statur nicht zu verschieden waren,beim Sternenlicht wohl für den Sänger gelten. Sobald dieseVorkehrungen getroffen waren, wandte sich der Kundschafter anDavid und gab ihm zum Abschiede seine Verhaltungsregeln.
„Seid Ihr von Natur sehr furchtsam?" fragte er ihn mit der-bem Freimnth, um sich erst das ganze Verhältniß angemessen klarzu machen, ehe er eine bestimmte Vorschrift zu geben wagte.
„Meine Bestrebungen sind friedlich nud meine Gemüthsart,wie ich in Demnth glaube, neigt sich hauptsächlich zur Milde nndLiebe," versetzte David, etwas verletzt durch diesen unmittelbarenAngriff auf seine Männlichkeit; „aber Keiner kann mir nachsagen,daß ich selbst in den größten Nöthen mein Vertrauen auf denHerrn verloren hätte."
„Die Hauptgefahr wird Euch in dem Augenblick drohen, wodie Wilden finden werden, daß sie betrogen sind. Schlägt manEuch da nicht auf das Haupt, so schützt Euch Euer Geisteszustand;nnd Ihr könnt dann mit gutem Gruud erwarten, in Eurem Bettezu sterben. Wenn Ihr bleibt, so müßt Ihr Euch hier in den