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1 (1853) Der letzte Mohikan : eine Erzählung aus dem Jahre 1757
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Fragen des Thiers, das er verstellte, nachzuahmen. Der jungeMohikaner, welcher anfänglich glaubte, seine Feinde hätten, umihn zu quälen und seine Nerven ans die Probe zu stellen, einenwirklichen Bären Hereingetrieben, entdeckte bald in diesen Bewegun-gen, die Heymard so naturgetreu schienen, gewisse Mängel, die ihmmit einem Mal den Betrug verriethen. Hätte Hawk-eye geahnt, wieniedrig der erfahrnere Uucas seine Kunstleistnngen anschlage, sohätte er wahrscheinlich ihm znm Verdruß diese Unterhaltung nochetwas verlängert. Der verächtliche Ausdruck des jungen Manneserlaubte aber so viele Deutungen, daß dem würdigen Kundschafterdas Kränkende einer solchen Entdeckung erspart blieb. Sobald da-her David das verabredete Zeichen gab, ließ sich statt des wildenBärengebrumms ein leiser Zischlaut in der Hütte vernehmen.

Uueas hatte sich gegen die Wand der Hütte herumgeworfenund hielt seine Augen geschloffen, als wollte er den Anblick einesso verächtlichen und widerlichen Gegenstandes meiden; sobald sichaber das Geräusch einer Schlange Horen ließ, richtete er sich ans,bückte sein Haupt tief, wandte sich nach allen Seiten und blickteforschend umher, bis sein kühnes Auge ans dem zottigen Unthierruhen blieb, unverwandt, als wäre es durch Zauberkraft gefesselt.Dieselben Tone wiederholten sich und kamen offenbar aus demRachen des Thieres. Noch einmal durchstreiften die Angen desJünglings das Innere der Hütte, blieben aber ans derselben Stellehaften, und er sprach mit tiefer, gedämpfter Stimme:

Hawk-eye!"

Schneide seine Baude entzwei!" gebot Hawk-eye dem ebenherautretendcu David.

Der Säuger that, wie er angewiesen wurde, und Uncas fandseine Glieder wieder in Freiheit. In demselben Augenblick rascheltedie dürre Bärenhaut, und der Kundschafter, in eigener Person,sprang ans seine Füße. Der Mohikaner begriff die Absicht desFreundes und seine Plane ohne Worte: weder ein Laut noch ein

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