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und fuhr durch die schwache Wandung der Hütte, als wäre sievon einer furchtbaren Maschine geschleudert worden.
Dnnean war Zeuge der drohenden Handlung gewesen und sprangschnell ans seine Fuße, während sein Herzblut stockte und die edel-müthigsten Entschlüsse zu Gunsten seines Freundes in ihm erwach-ten. Ein Blick sagte ihm, daß der Streich gefehlt hatte, und seinSchrecken ging m Bewunderung über- Uncas stand ruhig da, sei-nem Feinde mit einer Miene, die über jede Aufregung erhaben war,fest in's Auge blickend. Marmor konnte nicht kälter, unbeweglicher,starrer sein, als der Ausdruck, womit er diesem plötzlichen, rach-süchtigen Angriff begegnete. Dann aber lächelte er, den Mangelan Geschick, der ihn gerettet hatte, gleichsam bemitleidend, undmurmelte einige Worte der Verachtung in seiner Muttersprache.
„Nein," sprach Magna, nachdem er sich beruhigt hatte, daßder Gefangene unbeschädigt war, „die Sonne muß seine Schandebeleuchten. Die Squaws sollen sehen, wie sein Fleisch zittern wird,oder unsere Rache ist nur ein Knabcnspiel. Geht, bringt ihn aneinen Ort, wo Schweigen herrscht. Wir wollen sehen, ob ein De-laware in der Nacht schlafen kann, und am andern Morgen sterben."
Die jungen Krieger, welche den Gefangenen zu bewachen hat-ten, wanden alsbald ihre Bastriemcn um seine Arme und führtenihn unter tiefer, unheimlicher Stille aus der Hütte. Nur unterder Oeffnung des Eintritts zögerte Unca's fester Tritt: er wandtesich und warf einen eilenden, stolzen Blick auf seine Feinde umher.In diesem las Dnnean gerne den Ausdruck eines Mnthes, derimmer noch nicht alle Hoffnung anfgab.
Magna begnügte sich mit dem gewonnenen Erfolge, oder warer zu viel mit geheimen Planen beschäftigt, um seine Nachfor-schungen fortznsetzen. Seinen Mantel schüttelnd und über derBrust faltend, verließ auch er die Hütte, ohne einen Gegenstandzu verfolgen, der für seinen Nebenmann so leicht verderblich wer-den konnte. Trotz des in ihm wachsenden Rachegefühls, trotz seiner