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1 (1853) Der letzte Mohikan : eine Erzählung aus dem Jahre 1757
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Gränze Canada's. Das ältere Mädchen ist zu einem benachbartenVolke gebracht morden, dessen Wohnungen dort hinter jenen schwar-zen Felsengipfeln liegen; die Jüngere aber muß bei den Weibernder Hnronen bleiben, deren Hütten nur zwei kurze Meilen vonhier auf einem Tafcllande stehen, wo das Feuer die Dienste derA.rt versehen, und den Ort für ihre Aufnahme bereitet hat."

Alice, meine sanfte Alice!" rief Heyward mit gedämpfterStimme,du hast sogar den Trost verloren, bei deiner Schwesterzu sein."

Gewiß. Aber alle Aufrichtung, die das Gebet und Lobge-sänge dem niedergebengten Geist geben können, ist ihr zu Theilgeworden."

Hat sie denn noch Sinn für die Musik?"

Ja, wenn sie ernst und feierlich ist; obgleich ich bekennenmuß, daß das Mädchen, allen meinen Bemühungen znm Trotz,öfter weint, als lächelt. In solche» Augenblicken gebiete ich denheiligen Gesängen Schweigen; aber es gibt manche liebliche Mo-mente tröstlicher Mittheilung, da dann die Wilden erstaunt auf-horchen, wenn wir unsere Stimmen zum Himmel erheben."

Und warum läßt man Euch so unbewacht umher gehen?"

David versuchte seinen Zügen einen Ausdruck bescheidenerDemuth zu geben, ehe er mit sanfter Stimme antwortete:

Wenig Ruhm gebührt einem Wurme, wie ich bin. Aberwenn auch die Macht des Psalmcngcsangs während der Sceneauf jenem schrecklichen Blutfcld unterbrochen ward, so hat er dochselbst ans die Gcmüther der Heiden seinen Einfluß wieder gewon-nen, und ich darf gehen und kommen, wie ich will."

Der Kundschafter lachte, berührte bedeutungsvoll seine eigeneStirne und erklärte vielleicht diese absonderliche Nachsicht nochgenügender, indem er sagte:

Die Indianer thun einem Verwirrten nie Etwas zu Leide.Warum aber, wenn der Weg offen vor Euch lag, wandeltet Ihr