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1 (1853) Der letzte Mohikan : eine Erzählung aus dem Jahre 1757
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Besonnenheit, welche den tiefen Eindruck verriethen, den derschreckliche Anblick, den sie gehabt hatten, selbst ans ihre abgehär-tete Natnr hatte ansüben müssen. Einige Trümmer von Balkenwnrden an eine geschwärzte Wand gelehnt, und nachdem Uncassie leicht mit Gestrüpp überdeckt hatte, schienen sie ein genügen-des Obdach darzubieten. Der jnnge Indianer deutete auf dieeinfache Hütte hin, als seine Arbeit zu Ende war, und Hcyward,welcher den Sinn dieser schweigsamen Geberde verstand, drangfreundlich in Mnnro, einzntreten. Indem er den alten verlasse-nen Mann mit seinem Kummer allein ließ, trat er in die freieLuft zurück: denn er fühlte sieb zu aufgeregt, »m selbst der Ruhezu genießen, die er so eben seinem alten Freunde empfohlen hatte.

Während Hawk-eye und die Indianer ein Feuer anzündctenund ihre frugale Abendmahlzeit, in gedörrtem Bärenfleisch be-stehend, verzehrten, begab sich der junge Mann auf einen Zwischen-wall des zerstörten Forts, der auf die Wasserfläche des Horicanhiuaussah. Der Wind hatte sich gelegt, und die Wogen schlugenbereits in regelmäßiger, minder ungestümer Folge au das sandigeUfer unter ihm. Die Wolken zertheilte» sich, als wären sieihres wüthcnden Treibens müde; und die schwerer» unter ihnensammelten sich in schwarzen Massen um den Horizont, währenddie leichteren über das Wasser dahinglittcn oder um die Gipfelder Berge wirbelten, dem unterbrochenen Fluge gescheuchter Vögelgleich, die um ihre Nester flattern. Hie und da rang sich derrothe, funkelnde Schimmer eines Sterns durch die treiben-den Nebel, und goß ein schwaches Dämmerlicht über den finsternHimmel.

Im Sclwoße der umgebenden Berge ruhte bereits undurch-dringliche Finsterniß, und die Ebene lag wie ein weites, ödesBeiuhaus vor ihm, ohne daß selbst das leiseste Geflüster denSchlummer der zahlreichen auf ihr liegenden Unglücklichen zuunterbrechen versuchte.