250
„Nun, Junge," fragte der aufmerksame Kundschafter, „wasmeinst du? Kannst du Etwas daraus machen?"
„Le Reuard Subtil!"
„Ha, wieder der schleichende Teufel! Es wird kein Ende mitihm nehmen, bis mein Wildtvdter ein vertrauliches Wort mitihm gesprochen hat."
Heyward räumte nur widerstrebend die Richtigkeit dieser Be-trachtung ein, und drückte mehr Hoffnung als Zweifel aus, wäh-rend er sprach:
„Ein Moccaffn ist wie der andere, 's wird eine Täuschung sein."
„Ein Mvccassn wie der andere! Eben so gut könntet Ihrsagen: ein Fuß ist wie der andere; und doch wissen wir Alle, das;die einen lang, die andern kurz sind, die einen breit, die andernsckmal, das; bei den einen der Rist hoch, bei andern nieder ist;das; die einen einwärts, die andern auswärts gehen. Die Mocca-sins sehen einander so wenig gleich als ein Buch dem Andern,wenn schon derjenige, der in dem eine» liest, nicht immer imStande ist, etwas vom andern zu sagen. Sv ist alles ansS Bestegeordnet und Jedem sein Vortheil vor dem andern gegeben. Laßmich auch darnach sehen, Uncas! Buch oder Moccasin, zwei Mei-nungen sind immer besser, als nur eine." Der Kundschafterbückte sich und fügte augenblicklich hinzu: „Du hast Recht, Junge;hier ist die Spur, die wir so oft gesehen haben, wen» wir Jagdauf ihn machten. Der Bursche trinkt gern, wenn er dazukommen kann. Wenn ein Indianer den Trunk liebt, so hälter immer ein weiteres Geleise, als der Wilde im Naturzustand,da ein Säufer sich gerne spreizt, mag seine Haut nun von rotheroder weißer Farbe sein, 's ist auch die rechte Länge und Breite!Da sieh her, Sagamore: du hast die Fnßstapfen mehr denn ein-mal gemessen, als wir das Geziefer von Glenn's bis zur Heil-quelle verfolgten."
Chingachgook willfahrte, und nach einer kurzen Untersuchung