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1 (1853) Der letzte Mohikan : eine Erzählung aus dem Jahre 1757
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Ohne sich in eine überflüssige Erörterung oder Vergleichungder Höflichkeitsverdienste dieser oder jener Nation einznlassen,verstand sich Dnncan mit Frenden dazu, bei der bevorstehendenUnterredung die Stelle des Veteranen zn vertreten. Ehe er sichverabschiedete, folgte eine lange, vertrauliche Mittheilnng, in welcherder junge Mann von dem, was ihm oblag, noch genau unterrichtetwurde, wie es eben die Erfahrung und der cigenthnmliche Scharf-sinn seines Obern eingeben mochte. Da Dnncan mir als derStellvertreter des Befehlshabers anftrat, so fielen natürlich dieFörmlichkeiten, welche eine Unterredung der Häupter beider feind-lichen Streitkräfte begleitet hätten, weg. Der Waffenstillstanddauerte noch fort, und unter dem Wirbeln der Trommeln tratDnncan, von einer kleinen weißen Fahne begleitet, zehn Minutennach dem Empfang seiner Verhaltnngsbefehle ans dem Ansfallthor.Er wurde von dem Offizier, der die Vorposten befehligte, mitden gewöhnlichen Förmlichkeiten empfangen und sogleich zn dementfernten Zelte des berühmten Kriegsmanns geführt, der an derSpitze des französischen Heeres stand.

Der feindliche General empfing den jugendlichen Abgesandten,umgeben von seinen hohen Offizieren und einer dunkeln Schaarindianischer Häuptlinge, welche ihn mit den Kriegern ihrer ver-schiedenen Stämme in das Feld begleitet hatten. Heyward standeinen Augenblick stille, als seine Angen mit einem flüchtigen Blickeüber die dunkle Gruppe der Letzter» schweiften und den boshaftenZügen Magua's begegneten, welcher ihn mit der diesem Wildeneigenen, ruhigen, aber düster» Aufmerksamkeit betrachtete. EinAusruf des Erstaunens wollte den Lippen des jungen Mannesentschlüpfenz schnell erinnerte er sich aber seines Auftrags undseiner Umgebung, und jeden Schein von Aufregung unterdrückend,wandte er sich gegen den feindlichen Anführer, der ihm bereitseinen Schritt entgegen getreten mar.

Der Marquis von Montcalm stand in der Zeit, von welcher