Druckschrift 
1 (1853) Der letzte Mohikan : eine Erzählung aus dem Jahre 1757
Entstehung
Seite
89
Einzelbild herunterladen
 

89

Achtes Kapitel.

Sic säumen noch,

Die Rächer ihres Heimathlandcs.

Gray.

Aer Warnnngsruf des Kundschafters war nicht überflüssig.Während der so eben geschilderte mörderische Kampf Statt fand,wurde das Brausen des Wasserfalls durch keinen menschlichen Lautunterbrochen. Es mar, als ob die Thcilnahme am Verlaufe des-selben die Eingcbornen am Gegenufer in athemloser Erwartungerhalten hätte, während die schnellen Bewegungen und die plötz-lichen Wechsel in den Stellungen der Kämpfenden wirklich nichterlaubten, Feuer zu geben, da es dem Freunde wie dem Feindegefährlich werden konnte. So bald aber der Kampf entschiedenwar, erhob sich ein so stürmisches Geheul, wie es nur imiNcrWnth und Rachesncht Hervorbringen kann. Es folgten unaufhör-liche Blitze ans den Büchsen, die ihre bleiernen Todcsboten invollen Ladungen über die Felsen entsandte», als ob die Angrei-fenden an der leblosen Scene des verderblichen Kampfes ihrennmächtige Wnth anslassen wollten.

Stete, besonnene Erwiederung gab die Büchse Chingachgook's,der während des ganzen Straußes seinen Posten mit unerschütter-licher Entschlossenheit behauptete. Als Uncas' Siegsgeschrei inseine Ohren drang, antwortete der erfreute Vater mit einemeinzigen Ruf, worauf seine geschäftige Büchse allein bewies, daßer seinen Posten noch mit unermndetem Eifer vcrthcidigte. Aufdiese Weise flogen viele Minuten mit der Schnelligkeit eines Ge-dankens vorüber, während die Büchsen der Angreifendcn bald inganzen Salven, bald in vereinzelten Schüssen sich hören ließen.Obgleich der Fels, die Bäume und die Gesträuche, rings um dieBelagerten, an hundert Stellen zerschossen und zerrissen wurden, so