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1 (1853) Der letzte Mohikan : eine Erzählung aus dem Jahre 1757
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zungcn der Kolonie gewohnt waren, ähnliche Lobgesänge zn ver-nehmen. Sein Ange begann sich zn feuchten; heiße Thränen roll-ten aus diesen, wie es seinen, schon so lange trockenen Quellen,und folgten einander über jene Wangen herab, die oster Zeugenvon den Stürmen des Himmels, als von einer solchen Rührunggewesen waren. Die Sänger hielte» eben einen jener tiefen, da-hinsterbcnden Akkorde ans, welche das Ohr mit so gierigem Ent-zücken verschlingt, als ob es wüßte, daß es sie alsbald verlierenwerde, da ließ sich in der äußern Lust ein Schrei vernehmen, der we-der menschlichen noch überhaupt irdischen Ursprungs zu sein schien,und nicht blvs die Winkel derHöhle, sondern selbst die innerstenHerzenAller, die ihn vernahmen, dnrchdrang. Ihm folgte eine so tiefeStille, als ob die Wasser durch eine so gräßliche und ungewohnteUnterbrechung in ihrem tobenden Laufe gehemmt worden wären.

Was ist das?" flüsterte Alice nach einigen Augenblickenschrecklicher Ungewißheit.

Was ist das?" wiederholte Hcyward laut.

Weder Hawk-cye noch die Indianer gaben eine Antwort. Siehorchten, als erwarteten sie, daß der Laut sich wiederholen würde,aus eine Weise, die ihr eigenes Erstaunen ansdrncktc. Endlichunterhielten sie sich ernstlich in der delawarischen Mundart, undUncas verließ, durch die innere und verborgenste Oeffnnng schrei-tend, vorsichtig die Hohle. Als er fort war, sprach der Kund-schafter erst in englischer Sprache:

Was es ist, oder nicht ist, kann Keiner hier sagen, obgleichzwei von uns die Wälder mehr denn dreißig Jahre durchzogenhaben. Ich glaubte, es gäbe keinen Schrei, den ein Indianeroder ein Thier ansstoßen könne, welchen mein Ohr "nicht schonvernommen hätte, dieser Ton aber hat bewiesen, daß ich nur eineitler, eingebildeter Mensch gewesen bin!"

War es denn nicht das Geschrei, das die Krieger erheben,wenn sie ihre Feinde zu schrecken wünschen?" fragte Cora, die da