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1 (1853) Der letzte Mohikan : eine Erzählung aus dem Jahre 1757
Entstehung
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Erstes Kapitel.

Mein Ohr ist offen lind mein Herz bereitNur weltlichen Verlust, nicht Schlimnircs kannstDu melden. Sage, ist mein Reich verloren?

Shakespeare.

Es war eine Eigenthümlichkeit der Kriege, welche in den Ko-lonien Nordamerikas geführt wurden, daß die Mühseligkeiten undGefahren der Wildnisse zn bestehen waren, ehe noch die feindlichenHeere sich begegnen konnten. Ein breiter Gürtel von scheinbarundurchdringlichen Wäldern trennte die Besitzungen der feindlichenProvinzen von Frankreich und England. Der kühne Pflanzer undder geübte Europäer, der au seiner Seite focht, kämpften oft Mo-nate lang mit reißenden Waldströmen, oder suchten rauhe Gebirgs-pässe gangbar zu machen, um Gelegenheit zu finden, ihren Muthin mehr kriegerischem Kampfe zu zeigen. Aber wetteifernd mit derAusdauer und Selbstverläugunng der erfahrenen cingebornen Krie-ger lernten sie jede Schwierigkeit überwinden; und es wolltescheinen, daß mit der Zeit kein Winkel in den Waldungen sofinster, kein Versteck so abgelegen wäre, in den sie nicht zu drin-gen wagten, die ihr Blut verpfändet hatten, ihre Rache zn sätti-gen, oder der kalten, selbstsüchtigen Politik entfernter MonarchenEuropas Geltung zu verschaffen.

Vielleicht gibt kein Distrikt ans der ganzen Strecke der da-zwischen liegenden Gränzcn ein lebendigeres Bild von der Grau-samkeit und Wildheit der barbarischen Kriege jener Zeiten, alsdas Land, welches zwischen de» Quellen des Hudson und de»anstoßenden Seen liegt.

Der letzte Mohika».

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