vm
Feinde brächte. — Welche Bcwandtniß es mm auch mit demUrsprung und dem Genius der indianischen Sprachen habenmag, eine Verschiedenheit in einzelnen Wörtern derselben liegtjetzt außer allem Zweifel, welche fast alle Nachthcilc vonfremden Sprachen mit sich führt: daher die Schwierigkeit,die Geschichte zu studiren, und die Unzuverlässigkeit ihrerUebcrlieferungen.
Gleich Völkern, die höhere Ansprüche machen dürfen, er-zählt auch der amerikanische Indianer die Geschichte seinesStammes oder Geschlechts ganz anders, als andere Völker. Erüberschätzt gerne seine eigenen Vorzüge und schlägt diejenigenseines Nebenbuhlers oder Feindes geringer an; ein Zug, dervielleicht die mosaische Schöpfungsgeschichte bekräftigen dürfte.
Die Weißen'haben durch ihre Verstümmelung der Namenviel dazu beigetragen, die Ueberlicferungen der Ureinwohnernoch mehr zu verdunkeln. So wechselte bei ihnen der Nameauf dem Titel dieses Buches bald in Mohieanni, bald inMohikans oder'Mohegans; die letzte Form ist bei den Weißendie gewöhnlichste. Wenn man sich erinnern will, daß dieStämme des Landes, welches der Schauplatz der folgendenErzählung ist, im Munde der Holländer (die sich zuerst inNew-Uork ansiedcltcn), der Engländer und Franzosenstets wieder anders klangen, und wie sogar die Indianernicht allein ihren Feinden, sondern auch sich selbst häufigverschiedene Namen gaben, so ist die Verwirrung leicht erklärt.