Der Major eilte zu seinem Pferde zurück, und führte alsbaldseine Krieger zur Verfolgung des Feindes.
So lange Dnnwoodie in der vorerwähnten Weife beschäftigtwar, hatte Lawtons Leiche offen vor den Angen der ganzen Schwa-dron gelegen. Er war der Liebling Aller gewesen, und dieser An-blick feuerte die Soldaten aufs Aenßerste an, so daß weder Offi-ziere noch Soldaten jene Besonnenheit behielten, welche zurSicherung des Erfolgs bei militärischen Operationen nvthig ist.Racheglühend spornten sie ihre Rosse dem Feinde nach.
Die Engländer hatten ein Viereck gebildet, in dessen Mittesich die nicht besonders zahlreichen Verwundeten befanden, und zogenohne Aufenthalt auf dem unebenen Boden weiter, als auf einmaldie Dragoner ansprcngten. Die Reiterei begann ihren Angriff inReihen, Dnnwoodie an der Spitze, der rachecntbrannt die feind-lichen Glieder zu zerreißen und sie mit einem Schlage auseinanderzu sprengen gedachte. Aber der Feind kannte seine eigene Kraftzu gut; er nahm eine feste Stellung, und empfing den Angriff mitden Spitzen seiner Bajonette. Die Pferde der Virginier pralltenzurück, und die Hintere Reihe des Fußvolks eröffnete ein so kräf-tiges Feuer, daß der Major mit einigen seiner Leute stürzte. DieEngländer setzten, sobald sie sich nicht mehr belästigt sahen, ihrenRückzug fort, und Dnnwoodie, der zwar schwer, aber nicht ge-fährlich verwundet war, untersagte seinen Leuten alle weiterenVersuche, die in der unebenen steinigen Gegend unmöglich erfolg-reich ansfallen konnten.
Eine traurige Pflicht blieb noch zu erfüllen. Die Dragonerzogen sich mit ihrem verwundeten Führer und der Leiche Lawtonslangsam durch die Berge zurück. Sie begruben den Rittmeister un-ter den Wällen eines in den Hochlanden gelegenen Forts, und über-gaben den Major der zärtlichen Pflege seiner bekümmerten Gattin.
Es verstoßen viele Wochen, bis Dnnwoodie so weit hergestclltwar, daß er weiter gebracht werden konnte. Wie oft segnete er