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„John! lieber John!" sagte der Doktor zärtlich, während er sichüber den Dragoner beugte und das regungslose Handgelenk befühltedann aber erschreckt vor der Ahnung der Wahrheit znrückbebte.
„John, lieber John! Wo sind Sic verwundet? — Kann ichIhnen Helsen?"
„Sie sprechen zu einem erstarrten Erdenklos," sagte Betty,und ihr Körper schauderte, während ihre Hände unwillkürlich inden Rabenlocke» des Reiters spielten. „Er will Nichts mehr hören,und kümmert sich wenig um Ihre Sonden und Arzneien. O Elendüber Elend! — Was wird setzt ans der Freiheit werden? Werwird jetzt die Schlachten kämpfen und den Sieg gewinnen?"
„John!" wiederholte der Wundarzt, der seinen eigenen Sinnennicht trauen wollte, „lieber John, mir ein Wörtchen; sei es, wases will, nur ein Wörtchen. O Gott, er ist todt! Wäre ich dochlieber mit ihm gestorben!"
„Was hilft nun alles Leben »nd Fechten?" sagte Betty; „esist jetzt mit Beiden zu Ende, mit ihm und seinem Thier! SehenSie, dort liegt das arme Geschöpf und hier ist der Herr! Ichhabe das Pferd noch heute mit meinen eigenen Händen gefüttert,und Er hat das letzte Mal aus meiner Küche gegessen. AchJammer über Jammer! — daß Kapitän Jack leben mußte, umvon den Reg'lern getödtet zu werden."
„John! mein thenrer John!" rief der Wundarzt mit krampf-haftem Schluchzen; „deine Stunde ist gekommen, und mancherklügere Mann hat dich überlebt, aber keiner, der besser und tapfererwar, als du. O John! Du warst mir ein wohlwollender undlieber Freund. Es ist zwar nicht philosophisch, sich dem Schmerzehinzngeben; aber um dich, John, muß ich weinen. Ach wie schwer,wie bitterschwer ist mir's nm's Herz!"
Der Doktor bedeckte sein Gesicht mit den Händen, überließsich einige Minuten dem ungehemmten Ausbruch seiner Gefühle,während die Waschfrau ihrem Jammer durch Worte Luft machte.