Zweiundzwanzigstes Kapitel.
Was braucht es wohl des Abschieds lang?
Kurz sei die Beichte, scsi der Strang!
Rokeby.
Der Hansirer und sein Gefährte erreichten bald das Thal.Sie hielten eine Weile, nm zu horchen, ob keine Verfolger umden Weg seien, und als sic nichts vernahmen, bogen sie in dieLandstraße ein. Birch, der jeden Fußsteig durch das Gebirgekannte, und Muskeln besaß, die durch Anstrengungen sehr abge-härtet waren, ging mit den weitausgreisenden Schritten, welche erin seinem Gewerbe sich zu eigen gemacht hatte, voran, und esfehlte nur der Pack, nm ihm sein gewöhnliches Aussehen zu geben.Hin und wieder, wenn sie sich einem der kleinen von amerikani-schen Truppen besetzten Posten näherten, von denen das Hoch-land wimmelte, machte er einen Umweg, um die Schildwachenzu vermeiden, indem er sorglos sich in das Gebüsch stürzte oderschroffe Felsen hinanklettcrte, die dem Auge unzugänglich schienen.Aber der Krämer war vertrant mit jeder Wendung ihres beschwer-lichen Weges, und wußte, wo man über die Bcrgschlnchten weg-kommcn und die Waldbäche durchwaten konnte. Es kam' zwarHeinrich etliche Male vor, als ob es nun mit ihrem Weiterkom-men ein Ende nehmen müsse; aber der Scharfsinn und die Orts-kenntnis; des Führers überwand jede Schwierigkeit. Nachdem sieso ungefähr drei Stunden in größter Eile fortgewandert waren,gingen sie plötzlich von der Straße, die nach Osten führte, ab,und nahmen ihre Richtung quer über die Berge nach Süden.Dieß geschah, wie der Hansirer sagte, eines Theils nm die Streif-wachen, welche beständig an dem südlichen Eingänge des Hochlan-des patronillirten, zu vermeiden, dann aber auch nm den Wegdadurch, daß man die gerade Linie gewann, abzukürzen. Als sieden Gipfel eines Berges erreicht hatten, setzte sich Harvcy an einerkleinen Quelle nieder, öffnete eine Reisetasche, die die Stelle sei-