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„aber ich wußte wohl, daß Unheil um den Weg sei, seit sich derBlutstreifen in den Wolken sehe» ließ."
„Es ist ans der Erde Blut geflossen, Katy, aber in de» Wol-ken habe ich noch wenig gesehen."
„Wie? kein Blut in den Wolken?" erwiederte die Haushälte-rin. „O, das ist nichts Seltenes, wie auch die Kometen mit ihrenfeurigen, rauchenden Schwänzen. Hat man nicht ein Jahr vordem Beginne des Kriegs bewaffnete Männer am Himmel gesehen?Und die Nacht vor der Schlacht ans den Ebenen — hat es danicht gedonnert, gerade als ob es mit Kanonen drauf und dranginge? — Ach, Miß Fanny, ich furchte, es kann nichts Gutesherauskommen bei einer Empörung gegen den Gesalbten des Herrn!"
„Diese Ereignisse sind in der That schrecklich," versetzte Fran-ziska, „und können wohl das muthigste Herz Niederschlagen. Aberwas läßt sich machen, Katy? — Mnthige, unabhängige Männerunterwerfen sich nicht gerne der Unterdrückung, und ich furchte,solche Auftritte sind im Kriege nur zu gewöhnlich."
„Wenn ich nur wüßte, warum sie eigentlich fechten," sagteKaty, und nahm ihren Schritt wieder auf, als sie die junge Dameweiter gehen sah; „ich wollte mir dann nicht so viel daraus machen.Das eine Mal heißt's, der König wolle allen Thee für sein eigenesHans haben; dann wieder, er verlange, daß die Kolonien alle ihreErsparnisse an seine Kaffe abliefcrn sollen. Nun, das märe allen-falls ein Grund, für den man sich mehren dürfte, — denn gewißhat Niemand, sei er nnn ein König oder sonst ein großer Herr,ein Recht a» den säuern Erwerb eines Andern. Dann hieß esaber wieder, es sei kein wahres Wörtchen an all' Diesem, undEinige wollen sogar behaupten, Washington habe die Absicht, selberKönig zu werden. Wer kann wohl aus diesem verschiedenen Ge-rede klug werden?"
„Eines ist so unwahr als das andere. Ich maße mir nichtan, die Bedeutung dieses Krieges ganz zu verstehen, Katy; aber