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6 (1853) Der Spion : eine amerikanische Erzählung aus dem Jahre 1780
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Seite
355
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lister wenigstens behauptet es, nnd der Wachtmeister ist sonst soeinfältig nicht."

Das ist eine schändliche Verleumdung," rief Katy heftig;nie hat eine gntmüthigere Seele, als Harvey, einen Pack ge-tragen; er nimmt für ein Kleid oder eine nette Schürze von einerguten Freundin nicht einen rvthen Heller. Das wäre mir meinBeelzebub! Für was würde er denn in der Bibel lesen, wenn ermit dem böse» Feinde Gemeinschaft hätte?"

Jedenfalls ist er ein ehrlicher Teufel, wie ich immer gesagthabe, denn die Guinee war gut. Der Sergeant hat ihn alsowohl in einem falsche» Verdacht, obschon es sonst Hollister» nichtgerade an Einsicht gebricht."

Er ist ein Narr," sagte Katy erbittert.Harvey könnte einvermöglicher Mann sein, wenn er weniger gleichgültig wäre. Wieoft habe ich ihm gesagt, wenn er sich mit nichts Anderem, alsmit seinem Hansirhandel abgäbe, sein'Geld zn Rath hielte, einWeib nähme, die zu Hanse ans seine Sachen Acht hätte wenner seinen Verkehr mit den Reg'lern und sonst noch Einiges auf-gäbe, so könnte er ein herrliches Leben führe». Sergeant Hol-lister müßte dann froh sein, wenn er ihm das Licht halten dürfte ja, das müßte er, meiner Treu!"

Pah!" sagte Betty in ihrer philosophischen Weise,Ihr wißtwohl nicht, daß Herr Hollister ein Offizier ist nnd im Zuge demCorneten am nächsten steht. Aber dieser Hausirer gab uns einenWink von dem Angriff der letzten Nacht, nnd cs ist nicht gewiß,ob Kapitän Jack ohne Verstärkung das Feld hätte behauptenkönnen."

Was sagt Ihr, Betty?" rief der Rittmeister, indem er sichim Sattel vorbengte;Birch hätte Euch von unserer GefahrNachricht crthcilt?"

Kein Anderer, Schatz; nnd was ich für eine Noth hatte, bisdie Jungen sich in Bewegung setzten. Ich dachte mir zwar wohl,