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„Ach, er hat recht," brummte der Dragoner; „hätte ich aberden schlechtesten Reiter in meinem Zug bei mir gehabt, ich wurdeden Schuft anfgegriffen und dem Gesetze doch wenigstens einOpfer überliefert haben. Aber, Archibald, Niemand kann gutreiten, wenn er die Beine, wie der Koloß zu Rohdns, anseinan-derspreizt. Sie sollten sich weniger in den Steigbügel stammen,und sich mehr durch das Knie festhalten."
„Ich habe den gehörigen Respekt vor Ihrer Erfahrung, Kapi-tän Lawtvn," erwiederte der Wundarzt, „aber meine Meinung ist,das; ich nichts weniger als ein incompctenter Richter hinsichtlichder Mnskelbewegung bin, betreffe sie nun das Knie oder irgendeinen andern Theil des menschlichen Körpers. Wen» ich auch nurdürftig meine Schule dnrchmachte, so brauche ich doch nicht jetzterst zu lernen, das; das Gebäude um so fester ruht, je weiter dieBasis ist."
„Wollen Sie aber mit ihren paar Beinen die ganze Landstraßecinnehmen, wo doch ein halbes Dutzend ganz behaglich »eben ein-ander herrciten kann, wenn Sie die Füße ansstrecken, wie dieSensen an den Streitwagen der Alten?"
Die Anspielung auf die Sitten der Alten besänftigte einiger-maßen den Unwillen des Wundarztes, und er versetzte mit etwasweniger Hochmnth:
„Sie sollten mit Achtung von den Gebräuchen derer sprechen,welche vor uns gelebt haben, und wenn sie auch in manchen Zwei-gen des Wissens, zumal in der edlen Wnndarzneiknnst, weit zu-rück waren, so haben sie uns doch manche herrliche Winke zu un-serer Veredelung hintcrlasscn. Außerdem zweifle ich nicht, Sir,das; Galen bereits Wunden, die durch die erwähnten Sensen ge-schlagen wurdest, behandelte, obgleich kein gleichzeitiger Schrift-steller dieser Thatsache Erwähnung thnt. Ach, das müssenschreckliche Beschädigungen gewesen sein, und sicherlich den Aerz-tcn große Unlust bereitet haben!"