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6 (1853) Der Spion : eine amerikanische Erzählung aus dem Jahre 1780
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einen schmalen Streifen Papier unterscheiden, welchen er einenAngendlick mit starrem Ange betrachtete, und schon stand erim Begriffe, das Dokument dem Major Dunmvodie hinzureichen,als er plötzlich die Hand znrückzog und ansrief:

Nein es sterbe mit mir; ich kenne die Bedingungen mei-nes Dienstes, und will mir das Leben nicht mit ihrem Verratheerkaufen. Es soll mit mir sterben."

Gebt das Papier her, und Ihr könnt vielleicht Gnade fin-den," rief Dunwoodie, indem er eine wichtige Entdeckung für dieSache, welcher er diente, erwartete.

Es stirbt mit mir," wiederholte Birch; seine bleichen Zügeüberflog ein Glntstrom, und sein ganzes Gesicht leuchtete.

Greift den Verräthcr," rief der Major,und entreißt dasGeheimnis; seinen Händen."

Dem Befehl wurde augenblicklich Folge geleistet, aber dieBewegungen des Krämers waren schneller, und in einem Augen-blicke hatte er das Papier verschlungen. Die Offiziere hieltenerstaunt inne, aber der Wundarzt rief diensteifrig:

Haltet ihn! ich will ihm ein Brechmittel geben."

Gott behüte!" sagte Dunwoodie abwehrend.Sein Verbre-chen ist zwar groß; aber auch seine Strafe wird schwer sein."

Führt mich fort," rief der Hansirer, indem er den Pack vonseinen Schultern herunter gleite» ließ, und mit einer Würde aufdie Thüre znging, die Allen unbegreiflich schien.

Wohin?" fragte Dunwoodie verwundert.

Znm Galgen!"

Nein," sagte der Major, indem er vor seinem eigenen Blnt-befehle znrückschanderte;meine Pflicht gebietet mir zwar, Euchhinrichten zu lassen; aber es hat keine solche Eile. Ihr sollt bismorgen um nenn Uhr Zeit haben, Euch ans Euer schrecklichesLoos vorzubereiten."

Dunwoodie flüsterte seine Befehle einem Lieutenant in's Ohr,