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6 (1853) Der Spion : eine amerikanische Erzählung aus dem Jahre 1780
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Ein lautes Klopfen an die Thüre des Gebäudes verwandelteden Lärm in Todtenstille, »nd die Dragoner griffen unwillkürlichzu den Waffen, um auf das Schlimmste gefasst zu sein. DieThüre ging ans und die Schinder traten ein, den unter der Lastseines Packes gebeugten Haussier nachzcrrcud.

Wer ist der Kapitän Lawton?" fragte der Anführer derBande, indem er sich mit einiger Bestürzung nmsah.

Er steht zn Diensten," sagte der Rittmeister trocken.

Nun, ich übergebe hier Ihren Händen einen abgenrtheiltenVerräther; cs ist Harvey Birch, der Krämerspion."

Lawton erstaunte, als er seinem alten Bekannten in's Gesichtsah; dann wandte er sich mit einem verdrießlichen Blick zn demSprecher und fragte:

Und wer seid Ihr, Herr, daß Ihr so nnverholen von einemNachbar sprecht? aber," er verbeugte sich gegen Dnnwoodic,Verzeihung, Sir; hier ist der kommandirendc Offizierselbst an ihn mögt Ihr Euer Geschäft bestellen."

Nein," sagte der Mann mürrisch,Ihnen will ich den Hau-ssier ausliefern, »nd vvn Ihnen spreche ich die ansgesehte Beloh-nung an."

Seid Ihr Harvey Birch?" sagte Dunwoodie, indem er miteiner Würde vortrat, welche den Schinder augenblicklich in eineEcke der Stube znrücktrieb.

Ich bin's," sagte Harvey stolz.

Und ein Verräther an Eurem Vaterlande," fuhr der Major'mit Ernst fort.Wißt Ihr, daß ich das Recht habe, Euch indieser Nacht hinrichten zn lassen?"

Es ist nicht der Wille Gottes, eine Seele so schnell vor seinAngesicht zu rufen," sagte der Krämer feierlich.

Ihr habt recht," sagte Dunwoodie.Ihr sollt noch einigekurze Stunden Frist für Euer Leben haben. Da aber Euer Ver-