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6 (1853) Der Spion : eine amerikanische Erzählung aus dem Jahre 1780
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Eine halbe Stunde, che die eben mitgetheilte Küchenprocesstonbegann, waren die Damen auf dieselbe unerklärliche Weise ver-schwunden, in welcher die Schwalben bei Annäherung des Win-ters unsichtbar werden. Ihr Frühling trat aber bald wieder ein,und die ganze Gesellschaft versammelte sich in einem Zimmer,welches das Bvndvir genannt wurde, da es mit indianischem Katt»»ansgeschlagene Polsterbänke und keine Seitentische enthielt.

Die gütige Wirthi» hielt die gegenwärtige Gelegenheit nichtnur für würdig, außerordentliche Küchenvorbereitnngen zu machen,sondern fand es auch für paffend, sich den Gästen, in deren Be-wirthnng sie sich glücklich fühlte, in einem geeigneten Anzüge vor-znstcllen.

Ans ihrem Kopfe prangte eine Haube vom feinsten Schleier-tnch, mit einer Bordüre von breiten Spitze», die sich in einerWeise über das Gesicht herein legten, daß sich ein Bougnet künst-licher Blumen gar zierlich auf ihrer schönen Stirne ansnahm.

Die natürliche Farbe des Haares mar unter der Masse vonPuder, welche cs bedeckte, ganz verschwunden, und nur ein losesLöckchen an de» Schläfen hob einigermaßen das Steife der Fri-sur und gab dem Antlitz einen Ausdruck weiblicher Weichheit.

Ihr Kleid bestand ans schwerem, vcilchenfärbenen Seidenstoff,war tief ausgeschnitten, und hatte ei» sestanlicgendes Leibchen vondemselben Zeuge, welches das Ebenmaaß der Form von der Schul-ter bis zur Hüfte in treuen Zügen hervortreten ließ; weiter nachunten war der Anzug voll reicher Falten und zeigte, daß in dieserBeziehung Sparsamkeit keine Schwäche des Tages war. Eineschmale Garnirnng ließ die Kunst der Nähterin recht augenfälligwerden, und trug dazu bei, der ganze» Gestalt eine majestätischeWürde zu geben.

Die hohe Figur der Dame wurde wenigstens noch um einenZoll durch die Absätze ihrer ans dem Stoffe des Kleides verfer-tigten Schuhe erhöht.