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6 (1853) Der Spion : eine amerikanische Erzählung aus dem Jahre 1780
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Kaum zwei Stunden früher hatte Dnnwovdie den Zufall,welcher ihm Heinrich Wharton als Gefangenen znfnhrte, für denhärtesten Schlag gehalten, der ihn je getroffen; und jetzt ersehnteer eine Gelegenheit, unter Gefahr des eigenen Lebens seinesFreundes wieder habhaft zn werden. Alle anderen Rücksichtenverloren sich unter dem Sporne des gekränkten Stolzes, und baldhätte er wohl mit Lawton an Verwegenheit gcwetteifert, wärenicht in diesem Augenblick Wcllmerc mit seiner Mannschaft überden Bach in die Ebene gerückt.

Da," rief der entzückte Rittmeister, indem er ans diese Be-wegung mit dem Finger deuteteda geht John Bull in dieMausefalle, und noch dazu mit weit offenen Augen."

Er wird doch nicht seine Leute in dieser Ebene anfstellen?"crwiederte Dnnwovdie lebhaft;Wharton muß ihm von dem Hin-terhalt gesagt haben. Aber wenn er es thnt"

So wollen wir ihm kein Dutzend gesunde Häute in seinemBataillon lassen," unterbrach ihn der Andere, indem er sich inden Sattel schwang.

Die Wahrheit wurde bald deutlich, denn die englischen Trup-pen rückten im Blachland etwas vor, und entwickelten sich miteiner Regelmäßigkeit, welche ihnen an einem Mnsterungstage inihrem Hyde-Park Ehre gemacht haben würde.

Macht euch fertig zn Pferd!" schrie Dnnwovdie.

Das letztere Wort wurde von Lawton mit einer Donnerstimmewiederholt, so daß es bis zu Cäsars Ohren gelangte, welcher andem offenen Fenster des Landhauses stand. Der Schwarze bebtefurchtsam zurück, denn er hatte sein ganzes Vertrauen zn LawtonsFurchtsamkeit verloren, und sah ihn beständig vor seiner Seele, wieer mit hochgcschwungenem Säbel ans dem Hinterhalte hervorbrach.

Als die brittische Linie langsam und in der größten Ordnungvorrückte, eröffncte die Wegweiscr-Abtheilnng ein tüchtiges Feuer,welches besonders die zunächst stehende Abtheilung der königlichen