Whartons, aus jeder Brust de» Zweifel. Die Kinder des Hausesund Miß Peyton glaubte», Cäsar müsse sich getäuscht haben, undder Abend entwich vollends ohne weitere Störung.
Am Nachmittag des folgenden Tages war die ganze Gesell-schaft im Besnchzimmer um Miß Peytons Thectisch versammelt,als sich ans einmal das Wetter änderte. Die dünnen Wolken,welche nur in kleiner Entfernung über de» Bcrgspitzcn zu schwebenschienen, trieben mit erstaunlicher Schnelligkeit von Westen nachOsten, obschott der Regen »ocsi mit aller Macht an die gegenAbend gelegenen Fenster des Hanfes schlug, in welcher Richtungauch der Himmel mit schwarzem Gewölke behängen war. Fran-ziska betrachtete dieses Schauspiel mit dem sehnsüchtigen Wunscheder Zugend, dem Ueberdrnffe des Eingcsperrtscins entrinnen zukönnen, als auf einmal, wie durch einen Zanberschlag, Alles stillwurde. Das Sausen des Windes hatte nachgelassen; die Wnthdes Sturmes war vorüber, und mit einer raschen Wendung gegendas Fenster begegnete ihrem vergnügten Blicke der herrliche Strahlder Sonne, welche den nahen Wald beleuchtete. Der Banmschlagerglänzte unter den wechselnden Tinten des Octobcrlaubes, undstrahlte von den nassen Zweigen den reichsten Glanz eines ameri-kanischen Herbstes zurück. In einem Augenblick hatten sich alleBewohner des Hauses nach der gegen Süden sich öffnenden Säu-lenhalle gedrängt. Die Luft war mild, duftend und erfrischend,und gegen Osten HÜM» am Horizont dunkle sich häufende Wolken,ähnlich den sich znrückziehendcn Massen eines geschlagenen Heeres.In kleiner Entfernung über dem Gebäude jagten noch die leichtenDünste mit wunderbarer Geschwindigkeit gegen Osten, während imWesten die Sonne sich Bahn gebrochen hatte, und die heitere, neuerfrischte Landschaft mit ihren scheidenden Strahlen übergoß. SolcheAugenblicke sind nur dem amerikanischen Klima eigen, und man er-freut sich derselben um so mehr, je rascher ein Gegensatz hervor-tritt, in welchem man mit Entzücken den Uebergang ans dem