ebne daß man ihn im strengen Sinne einen selchen nennenkennte. Obgleich das amerikanische Velk dem englischennie eigentlich und verfassungsmäßig unterworfen war, svstanden doch die Bewohner beider Länder unter einem ge-meinschaftlichen Könige. Als die Amerikaner in Gesammt-masse den Gehorsam aufkündigten, und die Engländer sichbereit finden ließen, ihren Souverain bei dem Versuch,seilte Gewalt wicber zu erringen, zu unterstützen, so ent-wickelte der Kampf bald alle entscheidenden Merkmale einesBürgerkriegs. Eine große Anzahl europäischer Einwan-dercr, welche sich damals in den Kolonien niedergelassenhatten, traten auf die Seite der Krone, und in vielen Di-strikten gab ihr Einfluß, vereint mit dem der Amerikaner,welche dem angestammten Herrscherhause ihre Treue bewah-ren wollten, der königlichen Sache ein entschiedenes Uebcr-gewicht. Amerika war damals zu jung und bedurfte zusehr der Herzen und Hände, um derartige Zersplitterungen,so unbedeutend sie anch sein mochten, mit Gleichgültigkeitanzusehcn. Dieses Ucbel wurde noch durch die Gewandt-heit der Engländer, mit der sie aus solchen inncrn Zwistig-keiten Nutzen zu ziehen wußten, vermehrt, und mußte doppelternst betrachtet werden, als der Versuch gemacht wurde,in den Provinzen selbst Truppen auszuheben, welche inVerbindung mit den europäischen die jungen Freistaaten zurUnterwerfung zwingen sollten. Der Kongreß ernannte daherein geheimes Haupt-Komitee, welchem die ausdrücklicheAufgabe gesetzt war, diese Absicht zu vereiteln. In diesem
Komitee führte Herr-, der Erzähler dieser Anekdote,
den Vorsitz.
Bei Ausübung der ihm übertragenen neuen Pflicht hatte
Herr-Gelegenheit, einen Agenten zu verwenden, dessen
Dienst sich wenig von dem eines gewöhnlichen Spions