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mir besitzt sie nicht, ivie die letztere, den herrlichen Schmuck derBäume, das schöne Grün des Waldes, die niedlichen Plätzchen undfreundlichen Matten. Zwischen gewaltigen, hohen Bergen, die ans bei-den Seiten sich in eine ungemein große und tiefe Schlucht verengen,bricht sich der Apsus seine Bahn hindurch und hat an Gestalt undSchnelligkeit des Laufs eine durchgängige Aehnlichkeit mit dem Peneus.Er bedeckt fast den ganzen Fuß des Gebirgs und läßt neben dem Flussenur einen abschüssigen engen Fußpfad übrig, der in die Felsen gehauenist und über welchen der Marsch für eine Armee auch sonst mit Schwie-rigkeiten verbunden ist, während er im Falle einer Besetzung geradezuunmöglich wird.
Cap. 4.
Nun verlangten allerdings Einige, daß Titus unverzüglich anseinem Umwege durch die Landschaft Dassarelis *) nach Lynkus ziehensollte, und zwar ans einem ganz bequemen und leichten Weg. Alleiner fürchtete, bei weiterer Entfernung vom Meere in unergiebige,schlecht angebaute Gegenden zu gerathen und alsdann, wenn Phi-lippus einer Schlacht ausweiche, an Proviant Mangel zu leiden, sodaß er gezwungen wäre, gleichfalls unverrichteter Dinge, wie seinVorgänger, sich an's Meer znrückzuzichen. Er beschloß daher, sichdurch einen energischen Angriff den Durchmarsch über die Höhen zuerzwingen.
Freilich hatte Philippus die Berge mit seinem schweren Fußvolkbesetzt; von den Flanken regnete es überall mit Wurfspießen und Ge-schossen aus die Römer; es gab Verwundungen und heftige Kampf-scenen, wobei auf jeder Seite Todte ans dem Platze blieben; kurz,man konnte keinem Ende des Kampfes entgegen sehen.
Da kamen Leute vom Landvolk der Gegend heran, welche einenvon den Feinden nicht beachteten Umweg anzeigten. Auf diesem ver-sprachen sie das Heer zu führen, so daß es ungefähr in drei Tagenauf den Bcrgspitzen stünde. Als Zeugen und Bürgen ihrer Glaub-
*) Im südlichen Jllyrien, westlich von Makedonier.; LynkuS mar eine ihrerStädte.
sLänzetisch.-ldtsche B. gr. u.rSm. Kl.; Bd. 44; Lfl'g. 19.)
PlutarchII.