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Prachtstuhle sitzend, in einer so überniüthigen, despotischen Weise,daß seine Schenkungen noch lästiger fielen, als eine Berandung, in-dem er sogar einzelnen Weibspersonen, die eine hübsche Figur besaßen,ferner Musikanten, Komödianten und dem Auswurf der Freigelassenendie Ländereien von ganzen Völkerschaften und Einkünfte von ganzenStädten allergnüdigst anwies, — Etlichen auch sogar Heirathen, beidenen sich die Frauen nur gezwungen untcr's Joch begaben.
So wünschte er den Pompejus Magnus in seine Verwandtschaftzu bekommen. Er befahl ihm daher, seine rechtmäßige Gemahlin zuentlassen; dagegen trennte er Aemilia, die Tochter des Scanrus undseiner eigenen Gemahlin Metella, von ihrem Gemahl Manius Gla-brio und verehlichte sie, obwohl sie in gesegneten Umständen war, mitPompejus. Die junge Frau starb aber in dessen Hause bei ihrer Ent-bindung.
Als LucretinS Ofella, der den Marius zur Uebergabe genöthigthatte, als Bewerber um das Consulat austrat, so wollte ihn Sullaanfänglich davon abhalten. Da aber Ofella, von Vielen eifrigstunterstützt, sich dennoch auf das Forum wagte, so schickte Sulla einenCenturio von seiner Umgebung ab und ließ den Unglücklichenniederstechen. Er selbst saß dabei auf seinem Amtsstuhl im Diosku-rentempel *) und sah dem Mord von oben herunter zu. Zwar nah-men nun die Leute den Centurio fest und führten ihn vor Sulla'sRichterstnhl; allein dieser gebot den Tumultuanten Stillschweigen,erklärte, selbst den Befehl ertheilt zu haben, und verfügte die sofortigeFreilassung des Centurio **).
Cap. 34.
Sein darauffolgender Triumph entwickelte schon durch die Kost-barkeit und Neuheit der königlichen Beutestücke eine ungewöhnliche
') Dioskurcn, „Söhne deS Zeus", sind die Zwillingsbrüdcr Castor undPollux.
") Die Consuln, die damals gewählt wurden, hießen M. Lull. Docula und(Ln. Corn. Dolabella; sie reisten aber sogleich in ihre Provinzen ab, um demSulla die Herrschaft von Rom zu überlassen.