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9 (1867) L. C. Sulla
Entstehung
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das er um sich schlang, so daß er aus die Mauer hinaufgezogen wer-den konnte.

Einige Schriftsteller, unter Anderen auch Fenestella *), behaup-ten , daß Marius von der ganzen Schlacht gar nichts gemerkt habe.In Folge seiner durchwachten Nachte und ansgehaltencn Strapazenhabe er sich an einem schattigen Plätzchen ans den Boden gelegt und,sobald das Zeichen gegeben war, sich des Schlummers nicht mehr er-wehren können. Später, als die Flucht entschieden war, habe mauihn nur mit Mühe aufzumccken vermocht.

In dieser Schlacht behauptet Sulla nur drciuudzwanzig Mannverloren zu haben, wogegen er den Feinden zwauzigtansend Alaungctödtet und achttausend zu Gefangenen gemacht haben will!

Auch außerdem hatte er ein gleich großes Glück durch seineFeldherrn, Pompejus, Crassus, Metcllns, Servilius. Ohne mehr,als höchst geringe Unfälle zu erleiden, rieben diese Feldherrn bedeu-tende Streitkräfte der Feinde ans, so daß Carbo, der die gegnerischePartei noch am meisten znsammenhielt, bei nächtlicher Weile seinemeigenen Heere davonlief, um nach Afrika fortzuschiffen **).

Cap. 29.

Aber bei dem letzten entscheidenden Kampfe kam unerwartet derSamniter Telesinus heran, wie ein Mensch, der einen ermattetenFechter urplötzlich überfällt. Es fehlte wenig, so hätte er den Sullanah an den Thoren von Rom völlig zu Boden gestürzt. Er hattebedeutende Mannschaft zusammengcbracht und eilte zunächst in Ge-meinschaft mit dem Lncanier Lamponius nach Präneste, um denMarius mit Gewalt zu entsetzen. Aber bald bemerkte er, daß Sullavon vorn, Pompejus im Rücken gegen ihn heranzogen, und er somitsich weder vorwärts noch rückwärts bewegen konnte.

') Fenestella, römischer Geschichtschreiber unter August.

**) Dort kam er glücklich an, hielt sich aber nicht sür sicher, wollte deß-wegen »ach Aegypten, wurde aber schon zuvor auf der Insel Cossura, zwischenAfrika und Sicilien, von Pompejus gefangen und nachher in Sicilie» schmählichhingerichtet.