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9 (1867) L. C. Sulla
Entstehung
Seite
52
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von der benachbarten Ebene, worauf eine Banmmiese stand, einsanftes Lüftchen, das viele Blüthen auf das Heer warf und dasselbeganz bestreute. Die Blüthen blieben von selbst liegen und fielen aufihre Schilde und Helme dergestalt, das; die Truppen dem Feinde alsbekränzt erschienen. Dadurch ermnthigt, begannen sie den Kampf.Sie erfochten den Sieg, erlegten dabei achtzehntausend Feinde underoberten das Lager.

(Dieser Lucullns war ein Bruder des andern Lucullus, welcherspäterhin den Krieg gegen Mithridates und Tigranes beendigte.)

Cap. 28.

Indessen erblickte Sulla noch einen Schwall von Feinden invielen Lagern und mit bedeutenden Streitkräften überall um sich her.Er griff sie an, thcils durch Gewalt, theils durch Hinterlist.

Letzteres geschah, indem er den einen Consnl Scipio zu Frie-densunterhandlungcn einlud. Als dieser darauf einging, so fandenmehrfache Zusammenkünfte und Besprechungen statt. Aber Sullawußte stets einen neuen hinderlichen Verzug unter irgend einem Vor-wände zu veranlassen. Und unterdessen bestach er Scipio's Truppendurch seine eigenen Soldaten, die auf jeden Betrug, jede Spitzbübereigleich gut eingeübt waren, wie ihr Führer selbst. Sie gingen in dasfeindliche Lager hinein und mischten sich unter die Leute, von denensie Manche sogleich durch Geld, Andere durch Schmeicheleien und Zu-reden gewannen. Zuletzt rückte Sulla selbst mit zwanzig Cohortenganz in die Nähe. Diese begrüßten Scipio's Truppen; letztere erwi-derten den Gruß und traten heran.

Scipio, den man ganz allein in seinem Zelte antras, wurdefrei entlassen. Sulla aber, für den jene zwanzig Cohorten gleichsamdie Lockvögel waren, womit er die vierzig feindlichen in's Garn brachte,— führte nun alle miteinander in sein Lager.

Damals soll auch Carbo geäußert haben: „er müsse mit einemFuchs und einem Löwen kämpfen, die in Sulla's Seele wohnten;aber der Fuchs ärgere ihn am meisten!"