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so übernahm er die Besorgung dieser Angelegenheit. Sulla führtebald einen solchen Ueberflus; herbei, daß er, während Catnlus' Sol-daten Alles im Vollauf hatten, auch noch den Truppen des Mariusdas Nöthige verabreichen konnte.
Aber eben dies; war es, was nach seiner eigenen Angabe*) denMarius so gewaltig schmerzte. Und so begann denn ihre Feindschaftzuerst aus einem völlig geringfügigen, ja kindischen Entstehungs-grunde, um nachher durch Ströme von Bürgerblut und die unheil-vollsten Parteiungen zur förmlichen Tyrannei und völligen Verwir-rung aller Verhältnisse weiterzuschreiten. Hier konnte man sehen, wieweise Enripides **) war und wie tief er in die Krankheiten einesStaates hineinblickte, wenn er so ernstlich vor dem Ehrgeize warnt,der ihm als „der verderblichste, schlimmste Dämon erscheint für Alle,welche sich ihm hingeben."
Cap. 5.
Sulla war jetzt der Meinung, daß sein kriegerischer Ruhm zumBeginn einer staatsmännischen Laufbahn genüge.
Deßwegen bemühte er sich alsbald nach seinem Feldzuge umeine bürgerliche Thätigkeit, meldete sich um die Prätur und — täuschtesich in seinen Hoffnungen.
Die Schuld hievon mißt er den niederen Volksmassen bei. Diesekannten, wie er berichtet, seine Freundschaft mit Bocchus und erwar-teten also, wenn er vor der Prätur noch das Aedilenamt bekleidete,glänzende Jagden und Kampfspiele mit afrikanischen Thieren. Deß-wegen vergaben sie die Prätur an andere Männer, um ihn zur Aedi-lität ***) zu nöthigen.
') In seinen Commentarieu (oder Memoiren).
»») EuripidcS in den Phönissen V. 53. Jokaste ermahnt in dieser berühm-ten Stelle ihren Sohn Eteokles, sich nicht dem Ehrgeiz zu überlassen, dieser unge-rechten Göttin, die sich in glückliche Häuser und Staaten einschleiche, und diese nichteher wieder verlasse, bis sie dieselben völlig zu Grunde gerichtet habe.
»«») Die Aedilen hatten dis Fechtcrspiele zu besorgen und gaben sie gewöhn-lich aus eigenen Mitteln. Sulla gab nun solche Spiele mit hundert Löwen undmauretanischen Jägern, die ihm der König Bocchus zugeschickt hatte.