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von den Sümpfen ein Lüftchen herwehe, das vollkommen ausreichendsei!"
Marius, der ihren Versicherungen glaubte, machte es wirklichso. Nachdem die Schiffer ihn an's Land herausgebracht hatten, legteer sich auf einem grasigen Platze nieder und hatte nicht die entfern-teste Ahnung von dem, was bevorstand. Jene aber stiegen sogleichwieder an Bord, lichteten die Anker und fuhren davon. Den Ma-rius auszultefern, dünkte ihnen schmählich; aber ebenso hielten sieauch seine Rettung nicht für ungefährlich.
So war er denn völlig allein, — im Stiche gelassen. Ge-raume Zeit lag er sprachlos aus dem Gestade, bis er sich zuletzt mitknapper Noth erholte und mühsam aus unwegsamen Pfaden weiterging. Er kam durch tiefe Moräste und Gräben voll Wasser undKoth.
Endlich fand er eine Hütte, worin ein alter Mann wohnte, derin den Sümpfen arbeitete. Er bat ihn fußfällig und flehentlich,„sein Retter zu werden und einem Manne beizustehen, der ihm Allesweit über seine Erwartungen vergelten würde, wenn er der Noth desAugenblicks entgehen könnte!"
Der Mensch erkannte ihn vielleicht schon längst, oder hatte erbei seinem Anblick den Eindruck eines Gewaltigeren, den er achtenmußte. Er erklärte ihm, daß sein Hüttchen groß genug sei, wenner bloß ausruhen wolle; wenn er dagegen vor irgend Jemand aus derFlucht sei, und deßhalb herumirre, so wolle er ihn an einem Orteverstecken, der eine größere Sicherheit darbiete.
Auf Marius' Bitte, dieß zu thun, führte er ihn nach demSumpfe und hieß ihn dort in einer Vertiefung am Flusse sich nieder-kauern. Hierauf deckte er ihn mit einer Masse Schilf zu und trugauch sonst noch Dinge verschiedener Art herbei, welche leicht warenund ohne Schaden um ihn her ausgehäust werden konnten.
Cap. 38.
Es war noch nicht viele Zeit verstrichen, als von der Hütte herplötzlich ein Lärm und Geräusch zu ihm herandrang. Geminius hattenämlich viele Leutes von Terracina aus die Verfolgung ausgeschickt,