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in welcher sechstausend Feinde blieben; auch gab er den Gegnern nir-gends eine Blöße. Selbst als er mit Wall und Graben umschlossenwurde, blieb er ruhig; und als man ihn mit Spott überhäufte undimmer herausforderte, beging er dennoch keinen unüberlegten Schritt
Publius Silo*), der auf feindlicher Seite die größte Geltungund Macht besaß, sagte einmal zu ihm: „wenn du wirklich ein großerFeldherr bist, Marius, so komm herunter und wage den entscheiden-den Kamps!" Aber Marius erwiderte: „es ist an dir! Wenn d uein großer Feldherr bist, so zwinge mich, diesen Kampf zu wagen,ohne daß ich will!"
Wieder ein anderes Mal hatten ihm die Feinde eine trefflicheGelegenheit zum Angriff gegeben; aber seinen Römern sehlte derMuth dazu und beide Thcile zogen sich zurück. Da ließ Marius seineSoldaten in die Versammlung berufen und sprach: „ich weiß nicht,ob ich die Feinde für seiger erklären soll, oder euch! Sie vermoch-ten nicht euren Rücken, ihr nicht ihren Nacken zu sehen!"
Zuletzt gab er die Führung des Oberkommando's auf, weil seingeschwächter Körper nicht mehr die nöthige Kraft besaß.
Cap« 34.
Bereits hatten die italienischen Angelegenheiten eine entschei-dende Wendung genommen, und es bewarben sich daher in Rom vieleMänner durch die Demagogen um den Mithridatischen Krieg.
Gegen die allgemeine Erwartung schlug der Tribun Sulpicius,eine höchst dreiste Persönlichkeit, den Marius vor und wollte ihn zumProconsul mit dem Oberbefehl gegen Mithridates ernannt wissen**).
Darüber entstand eine Spaltung unter dem Volk, indem einePartei sich auf Marius' Seite schlug, während die andere den Sullaberufen wollte und dem Marius den Rath gab, nach Bajä***) in's
") PublinS Silo, ein Mörser, und CajuS AponiuS Mutilo, ein Samniter, warenvon dm „Bundesgenossen" zu Consuln ihrer neuen Republik ernannt worden,
Dieß gesckal) wirklich, als bereits Luc, Cornel, Sulla und O, Pomp, RusuSzu Consuin ernannt waren,
Bajä. Städtchen in Campanien, mit warmen Duellen, in reizender Vage,nicht weit von Misenum,