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von Catulus' Leuten durch die Reihen der feindlichen Leichname hin-durchgeführt, wobei man ihnen zeigte, wie alle Leichen nur vonihren Wurfspießen durchbohrt seien. Letztere waren nämlich aneinigen Buchstaben kenntlich, indem Catulus seinen Namen ans ihrenSchaft hatte eingraben lassen.
Demungeachtet bewirkte sowohl der frühere Sieg, als der Vor-rang in der Stellung*), daß man das ganze Verdienst dem MariuSzuschrieb. Insbesondere war es die niedere Volksmasse, welche ihnden „dritten Gründer Roms**)" nannte. Man sah die Gefahr,welche durch ihn abgewendct wurde, für ebenso groß an, als einstdie gallische gewesen war. Deßwegen stellte Jedermann in seinemHause mit Weib und Kindern ein Freudenfest an, wobei man nebenden Göttern auch dem Marius die Erstlinge der Speisen und desWeines als Opfer darbrachte.
Zugleich wurde der Wunsch ausgesprochen: er allein solltebeide Triumphe feiern. Indessen triumphirtc er nicht auf dieseWeise, sondern in Gemeinschaft mit Catulus, weil er sich bei diesenso ungemein glücklichen Erfolgen zugleich als einen bescheidenenMann zu zeigen suchte. Ohne Zweifel fürchtete er sich auch vor denSoldaten, welche sich ganz in Positur setzten, sobald dem Catulus dieverdiente Ehre entzogen würde, auch seinen Triumph nicht zu-zugeben.
Cap. 28.
Damals bekleidete Marius sein fünftes Consulat. Hieraufstrebte er nach dem sechsten in einer Weise, wie es Niemand nach demersten thut. Er suchte das Volk durch lauter Artigkeiten zu gewin-nen und gab dem großen Haufen in Allem nach, um sich dessen Gunstzu erwerben. Und dieß geschah nicht nur im Widerspruche mit derMajestät und öffentlichen Würde dieses hohen Amtes, sondern auchim Widerspruch mit seiner eigenen Natur. Er wollte geschmeidig undpopulär sein, während er nicht im mindesten hiezu geschaffen war.
') Weil Catulus nur Prvconsul war.
-'1 Der erste war Romulnö, der zweite Camillus, der Nom nach dem gallischenBrande rettete und wieder ansbaute.