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zu den vordersten Reihen der Abziehendcn heran und stellte sich anihre Spitze. Er wünschte, daß die Schande lieber auf ihn selbst falle,als aus das Vaterland; es sollte scheinen, daß sie nicht sowohl flöhen,als nur ihrem Feldherrn folgten, indem sie diesen Abzug veran-stalteten.
Die Barbaren griffen nun die senseits des Atiso gelegenen Ver-schanzungen an und eroberten sie. Doch hegten sie gegen die dortigerömische Besatzung, welche sich äußerst tapfer gehalten hatte, eine hoheBewunderung. Daher gewährten sie derselben durch eine Kapitula-tion freien Abzug, und beschworen dieß bei dem „ehernen Stier*)",welcher späterhin erobert und nach der Schlacht, als Erstlingspreiödes Sieges, in das Haus des Catulus gebracht worden sein soll.Jetzt aber fluthete ihr Strom über das hilflose Land, das sie völligverwüsteten.
Cap. 24.
Unter diesen Umständen wurde Marius nach Nom berufen. Ererschien und Jedermann glaubte, er werde einen Triumph feiern.Auch hatte der Senat bereitwillig den Beschluß gefaßt. Mariuslehnte es ab, entweder, weil er seine Soldaten und Kampfgenossender ersehnten Ehre nicht zu berauben wünschte, oder weil er bei dergegenwärtigen Lage das Volk ermuthigen wollte. Er vertraute denRuhm seiner ersten glücklichen Erfolge der Stadt gleichsam als Pfand,um ihn bei dem zweiten Erfolge desto glänzender zurückzuempfangen.
Deßhalb hielt er nur eine den Umständen angemessene Rede,worauf er zu Catulus hinwegetlte, diesen gleichfalls ermuthigte undseine Truppen aus Gallien hcrbeiries.
Sobald diese angelangt waren, überschritt er den Eridanus(Po) und versuchte, die Barbaren von dem weiteren Eindringen inItalien abzuhalten. Die Feinde, welche immer behaupteten, die Teu-tonen abzuwarten und über ihr langes Ausbleiben sich zu verwun-dern, schoben deßhalb die Schlacht hinaus. Entweder wußten sienichts von ihrem Untergang, oder wollten sie wenigstens den Scheinhaben, als glaubten sie nicht daran.
*) Vielleicht ihr Feldzeichen.