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7 (1867) 1. Cajus Marcius Coriolanus, 2. Timoleon
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die Politik vollständig aus und ging in den ersten Zeiten nicht einmalzur Stadt hinab, sondern hielt sich aus seinen einsamsten Landgüternaus, wo er in seiner Schwermuth planlos umherlief.

6. So geht es einem Urtheil, wenn es nicht aus Vernunft undPhilosophie seine Festigkeit, seine Stärke zum Handeln schöpft! Esunterliegt jeder Erschütterung; es wird von jedem zufälligen Lob oderTadel aus seinem eigenen Gedankenkreise hinausgestoßen und mit Leich-tigkeit auf falsche Bahnen gebracht! Es genügt ohne Zweifel nicht,wenn eine Handlung selber edel und gerecht ist; auch die Anschauungen,von welchen die Handlung ausgeht, müssen dauernd und keinem Um-schlag unterworfen sein, damit wir nur nach festen Erwägungen ver-fahren. Sonst geht es uns wie einem Schlemmer, welcher sättigendenSpeisen zuerst mit dem größten Heißhunger nachläuft, um dann sehrbald Ekel zu empfinden, wenn er voll ist. Ebenso können wir auchüber die vollendeten Handlungen in unserer Schwachheit niedergeschla-gen werden, wenn unsere Phantasien von ihrer Schönheit wieder hin-zuwelken beginnen. Ein verändertes Denken stempelt auch eine voll-brachte edle That nachher zu einer schlechten, während ein Entschluß,der von sicherem Wissen und reifer Ueberlegung ausging, selbst dannnicht wankt, wenn die Unternehmungen fehlschlagen.

So mar es bei Phokion aus Athen. Dieser Mann war stets demTreiben des Leosthenes entgegentreten. Als der Letztere dennoch Glückzu haben schien und Phokion die Athener wegen seines Sieges Opferbringen und überaus begeistert sah, so äußerte er sich dahin: „erwürde wünschen, dieß gethan, aber dennoch das Andere gerathen zuhaben !" *)

Noch stärker ist das Beispiel des Aristides aus Lokri, eines nähe-ren Freundes von Plato. Denselben bat der ältere Dionysius umeine seiner Töchter, die er zur Gemahlin wünschte. „Nein, sagte Ari-stides, lieber will ich mein Kind todt sehen, als an der Seite einesTyrannen!" Bald darauf ließ ihm Dionysius alle seine Kinder um-

*1 Dieß fällt in den sogenannten lamischen Krieg, in welchem Leosthenes an-fänglich gegen Antipater glücklich war, später aber bei der Belagerung von Lamiaumlam, worauf der ganze Krieg für Athen eine sehr üble Wendung nahm.