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bestieg und nach dem geziemenden Danke, welchen er vor Allem denGöttern für so bedeutende Erfolge aussprach, sich an Marcius wandte.Zuerst drückte er dessen Lob in den anerkennendsten Worten ans, indemer theilweise selbst der Zuschauer seiner Thaten in der Schlacht gewesensei, wie ihm denn auch Lartins das gleiche Zeugniß crtheile. Sodannforderte er ihn auf, aus der großen Masse von werthvollcn Gegen-ständen , Pferden und Menschen, welche man gewonnen hatte, alleszehnfach für sich anszuwählen, ehe die allgemeine Vertheilung stattfinde.Außerdem schenkte er ihm als Preis der Tapferkeit ein Pferd mit voll-ständigem Zeug.
Die Römer billigten dieß insgesammt; allein Marcius trat nunvor und erklärte: „das Pferd nehme er an und freue sich über die An-erkennung des Oberbefehlshabers. In dem Anderen finde er dagegeneinen Lohn, nicht eine Ehre: er verzichte also hierauf und stelle sichmit der Vertheilung zufrieden, wie jeder einzelne Mann. Nur umEine ausgezeichnete Gunst — (fuhr er fort,) — möchte ich bitten undwünsche dieselbe zu erhalten. Ich hatte bei den Volskern einen mirsehr nahestehenden Gastfreund; es war ein guter, rechtschaffener Mann.Dieser ist jetzt gefangen; er ist aus einem reichen, höchst glücklichenMenschen ein Sklave geworden. Unter dem vielfachen Elend, in daser gefallen, möchte ich ihm wenigstens Eins abnehmen: — daß er nichtverkauft wird!"
Auf diese Worte wurde der allgemeine Zuruf an Marcius nochlebhafter und die Bewunderung für die Höhe, worin er über demReichthnm stand, noch allgemeiner, als selbst für seine Heldengröße imKrieg. Sogar Solchen, welche bei der ungewöhnlichen Auszeichnung,die ihm zu Theil wurde, insgeheim doch eine Regung von Neid undEifersucht empfanden, schien er jetzt das Größte zu verdienen, eben weiler das Größte nicht annahm. Sie alle freuten sich mehr über diejenigenEigenschaften an ihm, durch welche er so Vieles verschmähen konnte,als über die anderen Eigenschaften, welche ihm diese Würde verliehen.Denn ein guter Gebrauch von Geld und Gut ist allerdings noch schöner,als der gute Gebrauch der Waffe; aber sie recht zugcbrauchen verdientnoch lange nicht die Achtung, wie das: sie gar nicht zu brauchen.
11. Nachdem die Menge aufgehört hatte, zu schreien und zulärmen, nahm Cominius das Wort und sprach: „Kameraden, laßt es