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6 (1880) 1. Lykurg, 2. Solon
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Plutarch, Solon.

legte sie vor die Thür auf die Gasse und sagte nur:Zch habemich für Vaterland und Gesetz gemehrt, so gut ich konnte!"

Von dort an blieb er ruhig. Seine Freunde rieten ihmzur Flucht, er schenkte ihnen kein Gehör, sondern schrieb Gedichte,worin er den Athenern bittere Vorwürfe machte.

Habt ihr Traur'geS erlitten durch euere eigene Feigheit,

Kehret darob niemals wider die Götter den Groll!

Ihr habt diese gehoben und ihnen die Wache verliehen;

Darum müsset ihr nun tragen das schmähliche Joch!"

Einnnddrcisiigstes Kapitel.

Solon wurde hierüber von vielen Seiten gewarnt. Mansagte ihm:der Tyrann würde -ihn noch umbringen lassen"; auchfragte man ihn, auf was er sich denn bei diesem unverständigenBenehmen verlasse?Auf mein Alter!" erwiderte er.

Die Befürchtungen waren indessen grundlos. Als Pisistratusdie Gewalt in der Hand hatte, schmeichelte er dem Solon durchEhrenerweisungen, Freundlichkeiten aller Art, Einladungen unddergleichen so sehr, daß Solon sogar sein Ratgeber wurde undviele von den eingeleiteten Maßregeln billigte. Pisistratus behieltja die meisten Solonischen Gesetze bei; er richtete sich zuerst selbstnach ihnen und nötigte auch seine Freunde zu dem Gleichen.Sogar als er einmalwegen Mordes" vor den Areopa'g vor-geladen wurde (er besaß bereits die unumschränkte Gewalt), fander sich ganz bescheiden zu seiner Verteidigung ein, währenddagegen der Kläger nicht erschien.

Auch erließ er selbst noch weitere Gesetze, unter anderemdasjenige, wonach jeder, der im Kriege verstümmelt wird, auföffentliche Kosten unterhalten werden muß. Nach Herakli'deshatte jedoch schon Solon früher, bei der Verstümmelung desHermi'ppus, den gleichen Antrag gestellt, den jetzt Pisistratusbloß nachmachte.

Dem Berichte des Theophrast zufolge stammt ferner dasGesetz über den Müßiggang nicht von Solon, sondern vielmehrvon Pisistratus, der hierdurch dem Lande einen besseren Anbau,sowie der Stadt eine größere Ruhe verschaffte.