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Plutarch, Solon.
die tapfersten Athener an Bord zu bringen; diese sollten gegen dieStadt fahren, aber sich dabei möglichst versteckt halten. Zugleich lies;er die andern Athener aufbrechen und griff die Megarecr auch zuLande an. Noch war die Schlacht unentschieden, als die Mannschaftvon dem Schiffe bereits die Stadt weggenommen hatte.
Für diese Erzählung scheint auch ein alter Brauch zu sprechen.Ein attisches Schiff mußte nämlich zuerst in aller Stille heransegeln;dann aber fuhren sie mit lautein Kriegsgeschrei näher, worauf eineinzelner Mann in Waffen heraussprang und unter wildem Rufenauf das Skiradische Vorgebirge zulief, — gegen die Leute, die vom Landeherbeieilten. Zn der Nähe ist der Tempel des Enpallios l», denSolon erbauen ließ. Denn er siegte über die Megarecr und wasnicht in der Schlacht umkam, erhielt nur unter gewissen Bedingungenfreien Abzug.
Zehntes Kapitel.
Demungeachtet blieben die Mcgareer standhaft. In dein fort-gesetzten Kriege fügte man beiderseits den Feinden ebensoviel Schadenzu, als man selbst erlitt. Endlich stellte man die Lakedämonier zuVermittlern und Schiedsrichtern auf.
Nach den zahlreichsten Berichten war es dabei hauptsächlich dasAnsehen Homers, was dem Solon in diesem Streite half. Er hattenämlich in das Schiffsverzeichnis einen Versio eingeschoben, welchener bei den Verhandlungen vorlas. „Ajas" hieß es —
„Ajas 2 ' führte von Salamis her zwölf treffliche Schiffe,
Stellte sie auf, wo die Reih'n der Athener standen in Ordnung."
Die Athener selbst halten dies für Humbug. „Solon aber",erzählen sie, „habe den Richtern nachgewiesen, das; Philä'us undEuryffakes, des Ajas Söhne, zu Athen das Bürgerrecht bekommenund deshalb den Athenern die Insel übergeben hätten; die Nieder-lassung des einen sei in dem attischen Brau'ron, die des andern.
19. Enyalios—MarS.
20. Home'r, Ilias ll, 558.
21. Ajas, Sohn des Te'lamo», Königs von Salamis.