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20 (1867) 1. Camillus, 2. Pelopidas
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gültigkcit und Geringschätzung der Götter sich verirrt. Behutsamkeitund Beachtung des ns ^nick nimis ist das Beste.

7. War es mm die Größe seiner Leistung, sofern er eine Stadt,die mit Rom rivalisirte, nach zehnjähriger Belagerung zerstört hatte,— oder war es der Einfluß der vielfachen Glücklichpreisungen, derauf ihn wirkte: — kurz, Camillns ließ sich jetzt zu einem gewaltigenUebermuth, zu einem Selbstbewnßtsein verleiten, das für Andere zudrückend war, als daß es sich noch mit einem gesetzlichen, bürgerfreund-lichen Regiments hätte vereinigen lassen. Während also schon seinTriumph überhaupt mit stolzer Pracht gefeiert wurde, ließ er sichnamentlich auch einen Wagen mit vier weißen Nossen cinschirren, dener bestieg, um auf demselben die Straßen Roms zu durchziehen. Keinanderer Feldherr hatte die? jemals gethan, weder in früherer, noch inspäterer Zeit. Denn ein solches Gespann gilt für heilig und wird nurdem Könige und Vater der Götter zugesprochcn. Durch dieses Be-nehmen gerieth Camillns in einen bösen Leumund bei seinen Mitbür-gern, die nicht gewohnt waren, sich mit einem solchen Uebermuthe be-handeln zu lassen.

Ein zweiter Vorwurf erhob sich gegen ihn, als er einem Gesetzein den Weg trat, wodurch die Stadt halbirt werden sollte. Die Tri-bunen beantragten nämlich eine Thcilung von Volk und Senat in zweigleiche Theile, wovon der eine seinen Wohnsitz auch ferner in Rom be-halten sollte, während der andere, welchen das Loos hiezu traf, zurUebcrsiedelung in die eroberte Stadt bestimmt war. Man erwartetevon dieser Maßregel einen vergrößerten Wohlstand für Alle und imBesitze von zwei großen, schönen Hauptstädten eine dauernde Behaup-tung sowohl des Landes, als auch des sonstigen reichen Besitzthum?.Das Volk, welches bereits zahlreich geworden, aber mittellos war,nahm die gemachten Vorschläge mit Freuden an und verlangte durchseine stürmischen Rufe, die es bei der Rednerbllhne ausstieß, ohne Un-terlaß die Abstimmung darüber. Dagegen hegte der Senat und vonder sonstigen Bürgerschaft gerade der hervorragendste Theil die Ueber-zeugung, daß die Politik der Tribunen nicht sowohl die bloße Zersplit-terung, als vielmehr die völlige Verwitterung der römischen Macht zurFolge haben müsse. Unfügsam, wie sie waren, nahmen sie ihre Zu-flucht zu Camillus. Auch dieser fürchtete sich gewaltig vor dem drohen-