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20 (1867) 1. Camillus, 2. Pelopidas
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Als diese Meldungen ausgerichtet waren, setzten die Priestersäinmtliche, das Opferwesen betreffende Punkte in Vollzug, währendzugleich das Volk an die Arbeit ging, uni dem Gewässer eine andereRichtung zu geben.

5. Als der Krieg sich in das zehnte Jahr erstreckte, ernannteendlich der Senat, unter Aufhebung der andern höchsten Staatsämter,den Camillus zum Dictator, welcher seinerseits sich den CorneliusScipio alsReitergeneral" zugesellte.

Das Erste war, daß Camillus das Gelübde ablegte, für den Falleiner glücklichen Beendigung des Kriegs die großen Festspiele *) abzu-halten und der Göttin, welche bei den Römern Mater Matuta heißt,einen Tempel zu erbauen. Aus den Gebräuchen bei diesem Cultusläßt sich mit einiger Wahrscheinlichkeit schließen, daß die genannte Göt-tin ungefähr mit der griechischen Leukothea zusammenfüllt. So führtman eine Sklavin in das innere Heiligthum und gibt ihr daselbstStreiche, worauf sie hinausgejagt wird. Auch umarmen und Herzensie die Kinder ihrer Schwestern anstatt der eigenen und thuu über-haupt bei dem Opser lauter Dinge, welche für die Wärterinnen deskleinen Bacchus und für die durch ihre Nebenbuhlerin herbeigesührtenLeiden der Ino passen **).

Nach seinem Gelübde machte Camillus sofort einen Einfall imLande der Falisker und besiegte sowohl diese selbst, als die zu ihrerHilfe herbeigeeilten Kapenaten in einer Hauptschlacht. Sodann beganner die Belagerung von Veji.

Da er jedoch die Eroberung durch Sturm sehr schwierig, ja un-ausführbar sah, so ließ er Minen ziehen. Der Boden in der Um-gebung der Stadt war sür Grabarbeiten weich genug und gestattete es,die Werke in eine Tiefe zu führen, wobei sie sich den Beobachtungen

*) Auch luäi roman! genannt, im CircuS Maximus, jährlich im September,zu Ehren Jupiters, der Juno und Minerva, gefeiert.

**) Ino, Tochter des Cadmus, Gemahlin des AthamaS, eifersüchtig auf eineSklavin, was ihr viele Leiden verursachte. Nach ihrer Schwester Semele Tod zogsie den jungen Bacchus auf und wurde deßhalb von Inno in Raserei versetzt, sodaß sie sich mit ihrem Sohne Melicertes in's Meer stürzte, worauf sie als Meer-göttin Leucothea, Melicertes, unter dem Rainen Palämon, bei den Römern Por-tumnus, verehrt wurde. -- Der Tempel der Mater matuta war von König Ser-vius erbaut; das Fest hieß Matralia.