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größte Bürger, was er war und wie man ihn nannte, — sich selbstdem Gesetz und der obersten Behörde nachstelle. Indessen waren diesnicht die einzigen Gründe der Bewunderung, die ihm zu Theil wurde.Fabins' Sohn starb leider bald darauf; er ertrug dieses Unglück alsverständiger Mann und wackerer Vater mit großer Fassung. Dierühmende Grabrede, welche bei der Bestattung hervorragender Männervon einem Verwandten gehalten wird, übernahm er selbst. Er sprachsie öffentlich auf dein Forum und gab sie nachher in Abschriften hinaus.
25. Jetzt kam Cornelius Scipio nach Rom zurück. DieserWann war früher nach Spanien geschickt worden, hatte dort die Kar-thager in vielen großen Schlachten besiegt, sehr viele Volksstämme,bedeutende Mädte und glänzenden Besitz aller Art für die Römer ge-wonnen und stand daher, als er nun heimkehrte, so hoch in Gunstund Ansehen, wie schlechthin kein Anderer. Er wurde zum Konsulgewählt und da er bemerkte, daß das Volk von ihm irgend ein bedeu-tendes Unternehmen wünsche und erwarte, so mochte er sich nicht inItalien selbst mit Hannibal Herumbalgen, weil er dies für alt undabgedroschen ansah; dagegen faßte er den Plan, Karthago und Afrikaselbst mit einer Armee in Waffen zu überschwemmen, Alles dort zuverheeren und dadurch den Kriegsschauplatz ans Italien in Feindes-land zu versetzen. Für diesen Plan bemühte er sich mit allem Eiferdie Stimmung des Volkes zu gewinnen. Aber hier suchte nun Fabinsdie Stadt in die höchste Angst zu versetzen, „daß sie von einem unbe-sonnenen jungen Manne in die äußerste, furchtbarste Gefahr gestürztwerde." Er sparte dabei weder Worte, noch Handlungen, die voraus-sichtlich seine Mitbürger abwendig machen konnten. Wirklich gelanges ihm, den Senat zu überzeugen; allein die Ansicht des Volkes gingdahin, daß er nur aus Neid den allgemein beliebten Scipio angreifeund dabei befürchte, daß er selbst, wenn der Andere irgend eine große,glänzende That verrichtet, und den Krieg entweder gänzlich beendigt,oder doch aus Italien hinausgeworfen habe, alsdann als ein unthä-tiger, schlaffer Mensch erscheinen müßte, nachdem er so lange Zeit dieFührung desselben geleitet, ohne ihn zu beendigen. Am Anfangwurde Fabins zu seinem Widerspruche mehr durch seine große Vor-sicht und Behutsamkeit geleitet; allmälig aber steigerte er sich immer
Plutarch. XIX. s