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19 (1867) 1. Fabius Maximus, 2. Paulus Aemilius
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kunft, unter den BundeZtruppen den ersten Rang einnahm. AlsFabins bemerkte, daß derselbe mit einigen Leuten im Lager von De-sertion gesprochen hatte, reizte er ihn nicht noch mehr, sondern gestandihm zu, daß er uuverdienlerinaßen zurückgeseht worden sei. „Fürdiesmal (sagte Fabius) gebe er den Officicren die Schuld, weil diesedie Auszeichnungen mehr nach Gunst, als nach den Leistungen derTapferkeit vcrtheilten; künftighin aber müsse er dem Soldaten selbstdie Schuld beimesscu, wenn dieser nicht zu ihm komme und cs ihmsage, wenn er irgend Etwas wünsche." Und nach diesen Wortenschenkte er ihm ein Schlachtpferd und decorirtc ihn mit den sonstigenAuszeichnungen, so daß der Mann von dort an sein getreuster undwilligster Soldat wurde. „Stallmeister und Jäger — meinte er —suchen den Thieren ihre Widerspenstigkeit, ihr leidenschaftliches, störri-sches Wesen mehr durch Pflege, Gewöhnung, Fütterung, als durchPeitsche und Knebel zu benehmen; da wär's doch arg, wenn ein Ge-bieter über Menschen nicht am meisten auf die Freundlichkeit und Mildein der erziehenden Behandlung hielte und mit ihnen härter, gewalt-thütiger umginge, als ein Bauer mit wilden Feigen-, Birn- undOelbäumen, die er durch Wartung und Pflege zu zahmen, fruchtbarenBäumen veredle." — Ein anderes Mal berichteten ihm seine Officierevon einem Lukanier, der oftmals weit weg vom Lager herumstreicheund seinen Posten verlasse. Fabius fragte: „Was dies, so viel siewüßten, sonst für ein Mann sei?" Alle gaben ihm das Zeugnis;, daßes nicht leicht in der Armee noch einen Soldaten seinesgleichen gebe.Dabei erzählten sie von ihm einige Thaten und Fälle, wo er sich glän-zend hervorgcthan hatte. Fabius forschte also nach der eigentlichenUrsache jener Unordnung und fand, daß der Mann eine Liebschafthabe und jedesmal mit Gefahr einen weiten Weg vom Lager aus zuseinem Mädchen wandelte. Dann schickte er einige Leute ab, ohnedaß der Soldat davon wußte, ließ das Weibsbild aufhcbcn und ver-steckte sie in seinem Zelte. Jetzt wurde der Lukanier allein zu ihmberufen. „Es ist nicht unbemerkt geblieben," sagte er, „daß duganz gegen römisches Herkommen und Gesetz oftmals in der Nachtnicht im Lager bist; es ist aber auch nicht unbemerkt geblieben, daßdu früher ein braver Soldat warst. Nun — deine Vergehungen