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19 (1867) 1. Fabius Maximus, 2. Paulus Aemilius
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pideS' Ausdruck — ein schweres Unglück, um sie zu erproben, sondernauch bei einsichtsvollen Feldherren. Was man vor der Schlacht beiFabins nur Feigheit und Mangel an Feuer genannt hatte, erschiennach der Schlacht alsbald als eine gewisse übermenschliche Berechnung,als ein höherer, göttlicher Grad von Einsicht, die schon aus einer sogroßen zeitlichen Entfernung die Dinge kommen sieht, welche mankaum glauben konnte, als inan sie in Wirklichkeit erfahren mußte.Deßwegen vereinigten sich jetzt in Rom alle noch vorhandenen Hoff-nungen in seiner Person und man nahm seine Zuflucht zu der In-telligenz dieses Mannes, wie zn einem Tempel und Altar. Daß manblieb, daß nicht Alles sich zerstreute, wie in den unglücklichen gallischenKriegen, durfte man in erster Linie und im hauptsächlichsten Maßenur seinem Verstände zuschreiben. Denn der gleiche Mann, welcherin scheinbar ganz gefahrlosen Zeiten sich so vorsichtig und hoffnungs-arm gezeigt hatte, ging jetzt, während Jedermann in unendliche Trauerund thatenlose Verwirrung versunken war, allein mit ruhigem Schritte,fester Miene, freundlichem Gruße durch die Straßen der Stadt,hemmte das Klaggeschrei der Weiber, ließ sich auf öffentlichen Plätzenkeine Gruppen bilden von Leuten, die nur kamen, um mit einanderzu jammern; er bewog den Senat, Sitzungen zu halten und sprachden höchsten Behörden Muth ein; denn nur in ihm lag die Kraftund Stärke jeder Behörde, die auf ihn ihre Blicke richtete.

18. Zunächst stellte er nun Posten an die Thore, um den hin-ausrennenden Pöbel, der die Stadt verlassen wollte, zurückzuweisen.Auch bestimmte er für die Trauer sowohl Ort, als Zeit. In jedemHause sollte, wer überhaupt trauern wollte, dies nur dreißig Tagelang thun, nach deren Verlauf jede Aeußerung des Schmerzes aufzn-hören und die Stadt von derlei Dingen wieder rein zu halten war.Da das Fest der Ceres in jene Tage fiel, so erschien cs besser, über-haupt jedes Opfer, jeden feierlichen Aufzug völlig zu unterlassen, alsdaß die Größe des Unheils durch die kleine Anzahl und Niedergeschla-genheit der Zusammenkommendcn erst recht an den Tag käme; denndie Gottheit freue sich nur über die Verehrung von glücklichen Men-schen. Doch wurde Alles vollzogen, was die Wahrsager zur Versöh-nung der Götter oder Ablenkung von bösen Zeichen anriethen. So