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Namen Jlicins *) erhalten; auch werde das Rcinigungsopfcr nochjetzt in der angegebenen Weise dargebracht.
Diese fabelhaften und lächerlichen Geschichten zeigen den religiösenGeist der damaligen Menschen, wie er ihnen durch die Gewohnheiteingepflanzt wurde. Ruma selbst soll mit einem solchen Vertrauen ander Gottheit gehängt sein, das; er sogar bei der Nachricht von demAnrücken der Feinde, die man ihm einmal brachte, nur freundlich lächelteund sagte: „aber ich opfere."
Cap. 16.
Er war der Sage nach der Erste, welcher der Fides und demTerminus einen Tempel baute. Durch ihn wurde Fides (die Treue)der höchste Gegenstand , bei welchem die Römer schworen, und dieseSitte hat sich bis ans unsere Tage erhalten. Terminus mag etwaGrcnzgott bedeuten, und man opfert ihm sowohl von Seiten desStaats, als auch einzelner Bürger, an den Umgrenzungen der Län-dereien, und zwar heutzutage lebendige Wesen, mährend dagegen vorAlters das Opfer ein unblutiges war; denn Numa hatte die tiefereAnsicht, das; ein Gott der Grenze als Wächter des Friedens und Zeugeder Gerechtigkeit von jeder Tödtnng rein bleiben müsse.
Ueberhanpt scheint dieser König erst dem Lande seine Grenzengegeben zu haben; denn Romulns hatte keine Lust, durch das bestimmteMas; des eigenen Besitzes ein Bekenntnis; von der Wegnahme desfremden Eigenthnms abzulegcn. Er sah in den Grenzen ein hemmen-des Band der Macht, wenn sie eingehalten würden, und wenn sie nichteingehalten würden, einen Beweis für das begangene Unrecht.
Ucbrigens besaß die Stadt anfänglich nur ein Gebiet von ge-ringer Ausdehnung; den größten Thcil hatte Romnlus erst mit demSchwert erobert. Dieses ganze Land vcrthcilte Nnma an die unbe-mittelte Bürgcrklasse, in der Absicht, durch Entfernung der Mittellosig-keit derselben auch die Nothwcnbigkeit ungerechter Handlungen zu be-nehmen und das Volk zum Landban hinznlcitcn, durch den es zugleichmit dem Lande knltivirt werden sollte. Denn es gibt keine andere
*) Plutarch leitet, ohne Zweifel fälschlich, von dem griechischen Worte „hilcoz" ab.
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