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17 (1866) Romulus und Numa
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Hierauf gelang es ihm, in der Schlacht, die sich entspann, auchdas Heer zu schlagen, und zuletzt eroberte er sogar die Stadt. Indes-sen that er den Einwohnern, die er darin autraf und gesangennahm,nichts zu Leide, sondern besahl ihnen lediglich ihre Hauser nieder znreißen und ihm nach Rom zn folgen, um dort unter völlig gleichenVerhältnissen Bürger zu werden.

Dieses Verfahren trug mehr als alles Andere znm WachsthnmRom's bei, welches allezeit bei den überwältigten Feinden den An-schluß und die Eintheilung in die eigene Gemeinde vollzog.

Nomulns aber richtete jetzt sein Augenmerk darauf, sein Gelübdedem Jupiter möglichst wohlgefällig zu machen und zugleich seinenStädtern einen Anblick zu verschaffen, der ihnen Freude bereitete. Erließ daher nahe bei dem Lager eine kolossale Eiche fällen und dieselbein die Gestalt eines Siegesdenkmals znrichten, woran er von Nkron'sWaffeurüstung jedes einzelne Stück in schönster Ordnung anfhängeuließ. Er selbst legte ein kostbares Kleid an und bekränzte sich seinwallendes Lockeuhaupt mit dem Lorbeer. Hierauf uahm er seineTrophäen auf die rechte Schulter, aufrecht iu die Höhe gerichtet, uudmarschirte damit vorwärts, indem er für sein in den Waffen folgendesKriegerheer einen Siegesgesang austimmte. Von den Bürgern wurdeer mit Jubel und Bewunderung ausgenommen.

Dieser Aufzug gab den ersten Anstoß zu deu späteren Triumphenund war zugleich für dieselben das glänzendste Vorbild. Das Sieges-zeichen aber erhielt den Namen: „Wcihgescheuk des Jupiter Fcretrius";denn „einen Hieb beibriugeu" heißt ans lateinisch: t'orirs; Nomulnsaber hatte sich erbeten: „seinen Gegner zu treffen uud uiederzuwerfen",wie auch «8pc>lia opiina», — nach Varro so genannt — weil der„Reichthum" gleichfalls mit dem Worte oxs bezeichnet wird. Dochist die Erklärung von dem Gelingen der Handlung überzeugender;denn opus heißt „das Werk, die Handlung". Wenn nun ein Feld-herr eine Heldenthat verrichtet, indem er mit eigener Hand einen feind-lichen Feldherrn erlegt, so ist ihm die Weihung der 8xolia oximo.gestattet. Nur drei römischen Heerführern gelang cs, dieses Glückzu erlangen, — zuerst dem Romulus, der den Cäniucnser Akrouerlegte; der zweite war Cornelius Cossus, welcher den EtruskerTolumnius tödtete; zuletzt kam noch Claudius Marcellus, der den