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17 (1866) Romulus und Numa
Entstehung
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leicht ist auch der Neptunus Equestris*) darunter verstanden. Tennsein Altar steht in dem Oireus maximns**) und bleibt die meiste Zeitunsichtbar; nur bei einem Wagenrennen wird er aufgedeckt. Manchebehauplen überhaupt: da eine Berathuug geheim und verborgen blei-ben müsse, so sei nicht ohne guten Grund dem Gotte ein unterirdischer,versenkter Altar gewidmet worden.

Als derselbe nun aufgesuuden war, so veranstaltete Nomulus dieDarbringung eines glänzenden Opfers auf demselben, verbunden mitWettrennen und Volksfest, wozu er überall cinladen ließ. In derThat kam eine Menge Menschen zusammen, und er selbst führte mitden Vornehmsten das Präsidium, in ein prächtiges Purpurgcwandgekleidet. Das Signal für den Augenblick des Unternehmens solltedarin bestehen, das; er sich erheben, den Purpurmautel ablegen und so-dann wieder umwerfen würde. Mit Schwertern bewaffnet harrtenViele nur auf seinen Wink, und als das Zeichen gegeben ward, zogensie das Schwert, stürzten mit Geschrei hervor und raubten die Töchterder Sabiner, während sie die Männer ungehindert entrinnen ließen.

Der Raub soll übrigens bloß an dreißig weiblichen Personenvollzogen worden sein , von denen nachher die Curien ihren Namenerhielten. Valerius aus Autium*) gibt dagegen fünfhundertsiebenund-zwanzig an, Juba sechshundertdreiundachtzig Jungfrauen, und dieserUmstand war für Romulus die größte Entschuldigung; denn mankonnte sagen, daß er keine Frau weggcnommeu habe, mit Ausnahmeeiner einzigen, Hersilia, die sie nicht als Frau erkannten; sie feiendaher offenbar nicht im Uebermuth, oder aus bloßer Lust am Fre-vel an den Raub gegangen, sondern hätten lediglich die Absicht

*) Neptun soll in einem Wettstreit mit Minerva das Pferd geschaffen haben.

") virous maximns, „große Rennbahn", in dem Thale zwischen dem palatini-schen und aventinischen Berge.

Q. Valerius aus Antium, Verfasser eines verlorenen, aber sehr aussiihr-lichen Gcschichtswerks, lebte zu den Zeiten Sulla's. Juba, Sohn eines mauritanischcnKönigs, in seiner Jugend von Julius Cäsar im Triumphe ausgcsührt, lebte als Gefan-gener in Nom, erwarb sich aber dort eine große Gelehrsamkeit, schrieb mehrere historischeWerke, zum Thcil in griechischer Sprache und erhielt von Augustus einen Theil seinesväterlichen Reichs zurück.