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einzigen sind, die ihre alten Preise aufrecht erhalten haben,ln Deutschland aber suchen die neben einander stehendenFabrikkaufleute einander zu unterbieten, einerlei auf welcheWeise, nicht immer auf die ehrlichste; aber eine Eigenschaftmuss die Waare haben, sie muss billig sein.
Die französisch-englischen Fabrikanten sind Techniker,haben als solche ihre Specialität, mag sie gut sein oder schlecht,das hängt von der Fähigkeit des Chefs ab. Aber sie habendoch ihre Specialität, diese hegen und pflegen sie, unter diesegehen sie nicht herab; auf ihr beruht gerade die feste Kund-schaft des Commissionärs. Die deutschen Fabrikanten habenvielfach weder feste Kundschaften, noch bestimmte Specialitäten.bei der Jugend ihrer Geschäftsbetriebe machen sie alles, woransich etwas verdienen lässt, und da sie durch den billigen Preisihre Concurrenten aus dem Felde geschlagen haben, müssensie doch, um noch etwas zu verdienen, die Waaren schlechtmachen.
Für zahlreiche deutsche Industrieen, für zahlreiche Bran-chen der betrachteten rheinischen Textil- und Metallwaaren-Industrieen trifft das Wort zu: billig und schlecht.
Der einzelne Fabrikant steht unter dem Drucke der Con-currenz; beim Fabrikantenstande lässt sich aber die Thatsachenicht verkennen, dass seine technische und kaufmännischeStandesehre nicht auf der gleichen Höhe steht, wie in Frank-reich und England.
Das Ueberwiegen des kaufmännischen Elements in derIndustrie hat noch einen weiteren, für die Technik entschei-denden Missstand. Kurz gesagt, es stehen die gewerblichenBetriebssysteme in Deutschland vielfach um je eine Stufe hin-ter Frankreich und England zurück. Ueberschaut man dasobige Schema, so zeigt sich von Stufe zu Stufe ein Fortschritt.Gegenüber dem Handwerk ist die Hausindustrie capitalistischgeleitet, die Manufactur ist ein Grossbetrieb, die Fabrik wen-det Maschinen an; suceessive erweitert sich der Absatz, werdendie Waaren gleichmässiger und endlich auch billiger. DieKaufleute in Deutschland sind zwar Commissionäre, haus-industrielle und Manufacturkaufleute, aber der Uebergang zumFabrikbetriebe, dieser Consequenz der gesammten Entwicklung,fällt ihnen schwer. Obwohl im letzten Jahrzehnt Ungeheuresdarin geleistet worden ist, fehlt es den Kaufleuten dazu nochan Energie, an Kenntnissen und an der Tradition, es fehlt anCapital und die innere Concurrenz schmälert die Gewinne. Indem Ringkampfe des aufstrebenden technischen Fabrikantenmit dem Kaufmann ist Deutschland begriffen. Das charac-terisirte einer der Betheiligten durch den Ausspruch: WirFabrikanten sind noch viel zu viel Kaufleute. In Frankreichwurde die Entwicklung des Fabrikwesens ungemein begünstigt,in unserem Jahrhundert noch durch die Continentalsperre und