Neunhundert und dreiundneunzigfte Nacht.
li erzählte weiter: „Als ich des Morgens erwachte, fand ich ein sehr schönesMädchen neben nur auf einem Teppich. Ich fragte sie, wer sic sep; sie antwortete mir: ^.Ich bin die Tochter eines Zuckerhändlers; meine Mutter starb bei meiner Geburt und mein !Vater, als ich noch Kind war; ich blieb bei meiner Stiefmutter, die mich fortwährend!mißhandelte, bis ich endlich gestern ihr entfloh und zufällig hierherkam/ Als ich dies hörte, ^vergaß ich meine eigene Lage und bemitleidete das verlassene Mädchen, dasich so reizendfand, daß mein Mitleid sich bald in Liebe umgestaltete. Ich erzählte ihr dann auch meineGeschichte, und sie beschwor mich, nicht mehr nach Hause zurückzukehren; ,denn/ sagtesie, chist du auch dieses Mal der Gefahr entronnen, so werden dich doch später gewißeinmal deine neidischen Mitschüler iu's Verderben stürzen/ Da ich schon nicht mehrHerr meines Herzens und Verstandes war, ließ ich mich von ihr bereden, mit ihr indie Fremde zu reisen, mich irgendwo als Schullehrer niederzulassen und sie dann zu ^heirathen. Sobald ich ihr aber das Versprechen gegeben hatte, sie nie ohne ihrenWillen zu verlassen, umarmte sie mich mit einer Heftigkeit, daß ich bewußtlos zu Bodensank. Als ich wieder zu mir kam, befand ich mich in einem mir völlig unbekanntenLande, mitten in einem waldigen Gebirge, und meine Braut war verschwunden. Ichbereute es seht, eines mir unbekannten Mädchens willen meine Eltern und meine Heimath